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Pici all’aglione

Letzten Oktober haben wir zwei wunderschöne Urlaubswochen in der Toskana verbracht. Zwei Wochen in einer traumhaften Ferienwohnung ganz allein auf einem der vielen Hügel mit Blick auf diese einzigartige Landschaft. Unterwegs mit den Mountainbikes oder auch auf Stadtbesichtigung in Siena, Montalcino oder San Gimignano. Oder einfach nur auf der Terrasse oder vor dem Kamin das Leben genießen… Es war genau die richtige Mischung aus Erlebnis und Entspannung.

Gekocht haben wir meist selbst in der kleinen Küche unserer Ferienwohnung, wenige Male waren wir im Restaurant. Dabei haben wir die toskanische Spezialität Pici kennengelernt – dicke, ursprünglich handgerollte Spaghetti.

Noch originalverpackt aus der Toskana: Pici

Noch originalverpackt aus der Toskana: Pici

Das Rezept für Pici all’aglione ist sogar im Original vegan, denn die Sauce besteht lediglich aus Knoblauch und Tomaten mit ein paar Gewürzen. Die Zubereitung ist einfach, sie braucht nur etwas Zeit: Der Knoblauch wird ziemlich lange bei niedriger Temperatur angebraten, und danach dürfen die Tomaten ebenfalls auf niedrigster Stufe so lange vor sich hinköcheln, bis die Sauce ein unvergleichliches Aroma entfaltet. Die italienische Orginalversion des Rezepts findet sich hier.

Pici all'aglione

Pici all’aglione (2 Portionen)

3 Knoblauchzehen
1/2 Chilischote
2 Esslöffel Olivenöl
400 g Tomaten (schön reif)
1 Teelöffel Balsamico
1 Prise Zucker
Salz nach Geschmack

200 g Pici (oder andere dicke Spaghetti)

Knoblauch und Chili fein hacken, die Tomaten in kleine Würfel schneiden.

Das Olivenöl in eine Pfanne geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Wenn das Öl heiß ist, die Hitze reduzieren, Knoblauch und Chili zugeben und alles etwa 10 Minuten bei kleiner Hitze anbraten. Der Knoblauch sollte nicht braun, sondern lediglich goldgelb-glasig werden.

Dann die gewürfelten Tomaten zusammen mit dem Balsamico, Zucker und Salz zugaben. Zum Kochen bringen und anschließend bei sehr kleiner Hitze zugedeckt köcheln lassen, bis die Tomaten sehr weich sind und eine fast homogene Sauce bilden. Eventuell am Ende noch einige Minuten ohne Deckel kochen lassen, damit die Flüssigkeit verdampfen kann und die Sauce dicker wird.

Die Pasta in sprudelndem Salzwasser al dente kochen, abgießen und mit der Sauce mischen.

Dazu passt Mandel“parmesan“ und ein bunter Salat.

Spargel-Cannelloni mit Spinat

Spargelzeit ist einfach die schönste Zeit im Jahr – wir freuen uns jedes Jahr darauf, dass das leckere Gemüse wieder wächst. Hier auf dem Stadtmarkt bekommen wir die Stangen auch fast frisch vom Feld. Das nutzen wir dann auch wirklich, und es gibt so ziemlich jedes Wochenende Spargel, bis die Saison wieder vorbei ist – und wir uns aufs nächste Jahr freuen.

Wir mischen gerne weißen und grünen Spargel. Grüner Spargel ist etwas intensiver im Geschmack und braucht außerdem nicht geschält zu werden – ein deutlicher Vorteil 🙂 Außerdem sorgt er für einen Farbtupfer im Essen, insbesondere wenn wir die Spargel mit Pasta kombinieren. Zusätzliches frisches Grün bringt bei diesem Rezept der frische Blattspinat, der an die Sahnesoße kommt.

Das Originalrezept habe ich von hier. In meiner Version ist etwas mehr Spinat enthalten, und der Frischkäse wird ersetzt durch eine Soße aus Hafersahne und Sojajoghurt.

Cannelloni mit Spargel und Spinat

Spargel-Cannelloni mit Spinat (2 Portionen)

250 g weißer Spargel
250 g grüner Spargel
150 g Blattspinat
100 g Cannelloni
1 Esslöffel pflanzliche Margarine
1 gehäufter Teelöffel Mehl
100 ml Wasser
100 ml Pflanzenmilch
75 ml Hafersahne
50 g Sojajoghurt
1 Esslöffel Hefeflocken
1 Teelöffel Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Margarine zum Fetten der Form

Weißen Spargel schälen, beim grünen Spargel – wenn nötig – das untere Drittel schälen und die Enden abschneiden. Die Spargel auf die Länge der Cannelloni zuschneiden.

Blattspinat waschen, gut abtropfen lassen und fein hacken.

Hafersahne, Sojajoghurt, Hefeflocken und Zitronensaft verrühren.

Die Margarine in einem Topf zerlassen. Mehl dazusieben, mit einem Schneebesen einrühren und 1 bis 2 Minuten anschwitzen. Wasser und Milch dazugießen, alles zum Kochen bringen und 2 bis 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Dabei immer gut rühren. Hafersahne-Joghurt-Mischung und Blattspinat untermischen und die Soße mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Cannelloni kurz in heißes Wasser legen. Die etwas formbar gewordenen Cannelloni vorsichtig mit jeweils 2 bis 3 Stangen Spargel füllen. Übrige Spargelstangen beiseite legen.

Eine Auflaufform mit Margarine einfetten und etwas Soße darin verteilen. Dann abwechselnd Cannelloni und übrige Spargelstangen und -stücke einschichten.  Auf jeder Lage etwas Soße verteilen und die oberste Lage gut mit der restlichen Soße bedecken.

Im vorgeheizten Backofen etwa 45 Minuten überbacken.

Winterpasta

Pasta geht immer 🙂 Auch, weil man sie so vielseitig variieren kann. Je nach Jahreszeit kann man sie mit fast jedem Gemüse mischen, zum Beispiel jetzt im Winter mit Wirsing. Das Originalrezept dazu stammt von Jamie Oliver, strotzt aber nur so vor Speck und Käse. Hier ist die vegane Version – ich kann nichts dazu sagen, wie sie im Vergleich zum Original schmeckt. Aber ich kann sagen, dass sie sehr lecker schmeckt!

Pasta_Wirsing

Wirsing-Pasta (4 Portionen)

500 Hartweizengries-Nudeln
1 Kopf Wirsing
1 Zehe Knoblauch
2 Zwiebeln
1 Esslöffel Olivenöl
Thymian (frisch oder getrocknet)
1 Esslöffel Gemüsebrühe
1 Esslöffel Mandelmus
1 Esslöffel Hefeflocken
1 Esslöffel scharfer Senf
Salz und Pfeffer
Walnüsse, geröstet und gehackt

Den Wirsing in Streifen schneiden, Knoblauch und Zwiebel würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch, Zwiebel und Thymianblättchen dazugeben und alles glasig dünsten. Den Wirsing, die Gemüsebrühe und etwas Wasser dazugeben und alles abgedeckt 10 bis 15 Minuten weiterdünsten, bis der Wirsing weich, aber noch bissfest ist. Den Wirsing mit Salz, Pfeffer, Mandelmus, Hefeflocken und Senf abschmecken.

Währenddessen die Pasta nach Anleitung kochen und abgießen. Mit dem Wirsing mischen und nochmals abschmecken. Die Walnüsse unterheben und servieren.

Nach Belieben mit veganem „Parmesan“ aus Hefeflocken, gemahlenen Mandeln und Kräutersalz bestreuen.