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Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße

Grüne Bohnen liebe ich schon immer in allen Variationen. Egal ob als Bohnensuppe mit Spätzle nach altem Familienrezept, als Salat oder einfach als Bohnengemüse zum Kartoffelpüree – ich könnte grüne Bohnen jeden Tag essen. Da war natürlich die Variante mit Senf-Thymian-Soße, die mein Mann sozusagen mit in die Beziehung gebracht hat, mehr als willkommen. Schmeckt toll im Sommer mit frischen Bohnen, aber auch jetzt im Winter mit gefrorenen Bohnen. Dann ist es sogar ein noch schnelleres Essen, weil wir uns das Putzen der Bohnen sparen und die gefrorenen auch nicht so lang gekocht werden müssen. Thymian gibt es zum Glück das ganze Jahr frisch auf der Terrasse 🙂

Aktualisierung (04.05.2014): Als ich das Rezept gestern wieder einmal gekocht habe, hat die Mischung aus Sojamilch und Sojajoghurt furchtbar geflockt. Woran es lag, kann ich nicht sagen – das ist mir vorher noch nie passiert. Ich habe die Soße dann aus Hafersahne und Sojajoghurt neu gekocht und aktualisiere das auch mal im Rezept.

Bohnen_Senf_Thymian

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße – heute gab es Bratkartoffeln dazu.

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße (2 bis 3 Portionen)

450 g grüne Bohnen (tiefgekühlt oder frisch)
1 Zwiebel
1 Esslöffel Rapsöl
125 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
120 ml Hafersahne
100 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Teelöffel Maisstärke
1 bis 2 Esslöffel mittelscharfer Senf (nach Geschmack – wir beide mögen gerne Senf, und entsprechend viel kommt in die Soße)
ein paar Zweige Thymian

Die Zwiebel fein hacken und im Öl glasig dünsten. Die Bohnen (geputzt, gewaschen und geschnitten – oder gefroren) hinzufügen und kurz mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit der Gemüsebrühe aufgießen und kochen, bis die Bohnen gar, aber noch bissfest sind. Das dauert bei frischen Bohnen etwa 15 Minuten, bei tiefgefrorenen (die meist schon blanchiert sind) evtl. entsprechend kürzer – siehe Angabe auf der Packung.

Die Hafersahne und den Sojajoghurt mit einem Schneebesen vorsichtig verrühren, in einem kleinen Topf aufkochen und etwas einkochen lassen. Dabei nur vorsichtig mit dem Löffel rühren. Die Maisstärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und hinzufügen, aufkochen lassen, damit die Soße andickt. Mit Senf, Salz und Pfeffer würzen und die Blättchen vom Thymian zugeben.

Bohnen abtropfen lassen, zur Soße geben und  mischen. Noch etwas durchziehen lassen und dann servieren.

Dazu passen Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Reis.

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Passend zur Jahreszeit heute nochmals ein Rezept für Wintergemüse – diesmal sind es Gelbe Bete.

Gelbe Bete? Die kannte ich bis vor ein paar Monaten auch noch nicht. Ich kannte nur die rote Version, bis ich im Herbst bei meinen lokalen Gemüsehändlerinnen auf die gelben Knollen stieß. Zubereiten kann man sie wie ihre roten Verwandten, vom Geschmack her sind sie ebenfalls nicht sehr unterschiedlich.

Für mich liegt der entscheidende Vorteil in der Farbe: Gerade, wenn die Knollen roh geschält werden müssen, sieht es bei Roter Bete in meiner Küche gern mal nach einem Blutbad aus, und an den Fingern hält die rote Farbe auch sehr gut. Hier ist die gelbe Version doch deutlich dankbarer in der Verarbeitung.

Gelbe Bete

So sehen die Gelben Bete im „Urzustand“ aus…

Gelbe Bete_geschält

… und so sehen sie aus, wenn sie geschält sind.

Der süßliche Geschmack der Gelben Bete harmoniert gut mit den ebenso etwas süßlichen Kidneybohnen. Die Schärfe von Chilischoten und Cayennepfeffer bildet dazu einen schönen Kontrast, und der frische Dip ergänzt das Ganze zu einem leckeren Wintergericht.

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen (2 Portionen)

Dip:
170 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel Schnittlauch, fein gehackt (frisch oder tiefgekühlt)
1 Teelöffel Balsamico
1/2 Teelöffel Ahornsirup
1/2 Teelöffel süßes Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Alle Zutaten gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gelbe-Bete-Pfanne
2 Gelbe Bete (ca. 600 g) – alternativ gehen natürlich auch Rote Bete 🙂
400 g Kartoffeln
1 Dose (240 g) Kidneybohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Chilischote (frisch oder getrocknet) nach Geschmack
2 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Sesam
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

Kartoffeln und Gelbe Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch  schälen und fein hacken. Chillischote ebenfalls fein hacken. Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Olivenöl mit der feingehackten Chilischote in einer Pfanne erhitzen und als erstes die Kartoffelwürfel unter häufigem Wenden etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Danach Gelbe Bete und Zwiebel zugeben und etwa 10 bis 15 Minuten mitbraten, dabei den Deckel auf die Pfanne legen. Immer wieder umrühren. Wenn alles weich, aber noch bissfest ist, den Knoblauch zugeben und noch etwas mitbraten. Die abgetropften Kidneybohnen unterrühren, mit erhitzen und alles mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Zuletzt den Sesam zufügen und vorsichtig unterheben.

Flammkuchen

Mein erstes Flammkuchenrezept entstand im Sommer 2012 zu meinem Geburtstag. Ich hatte meine Familie eingeladen, und es war so heiß, dass ich am liebsten nur eine große Schüssel Salat serviert hätte. Um irgendetwas dazu anzubieten, kam ich schließlich auf Flammkuchen – damals noch in der vegetarischen Variante mit Quark, Frischkäse und Feta.

Das vegane Rezept verwendet stattdessen Sojajoghurt und gebratenen Räuchertofu.

Grundrezept: Flammkuchen (3 bis 4 Portionen)

Teig:

350 g Mehl (ich nehme ca. 1/3 Vollkornmehl)
1,5 Teelöffel Salz
15 g Frischhefe
200 ml Wasser

Alle Zutaten gut verkneten; sollte der Teig zu sehr kleben, noch etwas Mehl hinzufügen. 1 bis 2 Stunden gehen lassen.

Belag:

500 g Sojajoghurt natur
2 Esslöffel Hefeflocken
Salz
Pfeffer
Paprika edelsüß
Dill
Kräuter der Provence

Sojajoghurt über Nacht gut abtropfen lassen (z. B. in einem mit einem Papier-Teefilter ausgelegten Sieb). Den abgetropften Sojajoghurt mit den Gewürzen mischen und abschmecken.

Für den weiteren Belag könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen. Lecker schmecken zum Beispiel (jeweils in verschiedenen Kombinationen):

– Räuchertofu (mit etwas Öl in der Pfanne knusprig gebraten)
– frischer Blattspinat (etwa zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren, bis er etwas zusammenfällt)
– Kirschtomaten, in Scheiben geschnitten
– Lauch oder Lauchzwiebeln
– Spitzpaprika
– Peperoni oder Chili

Den Backofen mit dem Backblech auf 250 °C vorheizen (wichtig – nur so wird der Flammkuchen richtig knusprig!) . Den Teig in zwei Teile teilen und dünn ausrollen. Das geht am besten, indem man den Teig zunächst auf etwa 15 x 15 cm auf der Arbeitsplatte ausrollt, ihn dann auf das Backpapier umlagert und ihn weiter ausrollt, bis er in etwa das Format des Backblechs (oder auch etwas weniger) hat.

Mit Joghurtmasse bestreichen und belegen. Wenn der Backofen die Temperatur erreicht hat, Backblech aus dem Ofen nehmen (Vorsicht! Heiß!) und den Flammkuchen samt Backpapier drauflegen (geht am besten zu zweit).

Etwa 10 Minuten backen und frisch aus dem Ofen genießen.

Dazu passt am besten ein Blattsalat oder ein bunter gemischter Salat – und ein schönes Glas Wein 🙂

Wir hatten heute neben unserem „klassischen“ Flammkuchen mit Spitzpaprika und Kirschtomaten auch ein Blech mit frischem Spinat – inspiriert von unserem Besuch im Max Pettchen letztes Wochenende.

Flammkuchen_paprika Flammkuchen_spinat