Archiv für den Monat Juli 2014

Mangoldgemüse mit Kichererbsen

Heute gibt es ein Rezept aus der Reihe „einfache vegane Alltagsküche“. Die funktioniert bei mir normalerweise nach dem Motto: Nimm, was an Gemüse da ist (oder was mein Regionalladen gerade hat), mische es mit Hülsenfrüchten/Tofu/Sojaschnetzeln und lass es dir schmecken 🙂

Auf diese Weise ist auch dieses Abendessen entstanden: Ich hatte morgens schon eine gute Portion Kichererben eingeweicht, um abends irgendetwas mit Gemüse daraus zu machen. Morgens im Büro kam meine Kollegin an und brachte mir frisch geernteten Mangold aus ihrem Garten mit. Somit stand fest, dass das Abendessen aus Kichererbsen und Mangold bestehen würde. Dazu kamen noch ein paar Tomaten, gewürzt habe ich es mit süßem Paprikapulver und etwas Rosmarin vom Balkon.

Mangoldgemüse

Mangoldgemüse mit Kichererbsen (3 Portionen)

200 g Kichererbsen getrocknet (oder 2 Gläser fertige Kichererbsen)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
400 g Mangold
3 mittelgroße Tomaten
1 Esslöffel Olivenöl
Salz
Pfeffer
etwas Rosmarin
1 Teelöffel süßes Paprikapulver
1 Esslöffel Tomatenmark

Die Kichererbsen mindestens 12 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Danach Wasser abgießen und mit frischem Wasser im Schnellkochtopf etwa 13 Minuten kochen. Alternativ die Kichererbsen aus dem Glas abtropfen lassen.

Mangold waschen und die Stiele von den Blättern trennen. Stiele in schmale , Blätter in etwas breitere Streifen schneiden. Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Tomaten würfeln.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch kurz anbraten, dann die Mangoldstiele dazugeben. Alles ein paar Minuten lang braten, dann die Tomatenwürfel unterrühren und die Mangoldblätter in die Pfanne geben. Deckel schließen und 1 bis 2 Minuten warten, bis die Blätter etwas zusammenfallen, dann die Blätter mit dem restlichen Gemüse mischen und die abgetropften Kichererbsen hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Rosmarin würzen, Tomatenmark unterrühren. Noch etwas ziehen lassen, bis der Mangold weich, aber trotzdem noch schön bissfest ist.

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Pici all’aglione

Letzten Oktober haben wir zwei wunderschöne Urlaubswochen in der Toskana verbracht. Zwei Wochen in einer traumhaften Ferienwohnung ganz allein auf einem der vielen Hügel mit Blick auf diese einzigartige Landschaft. Unterwegs mit den Mountainbikes oder auch auf Stadtbesichtigung in Siena, Montalcino oder San Gimignano. Oder einfach nur auf der Terrasse oder vor dem Kamin das Leben genießen… Es war genau die richtige Mischung aus Erlebnis und Entspannung.

Gekocht haben wir meist selbst in der kleinen Küche unserer Ferienwohnung, wenige Male waren wir im Restaurant. Dabei haben wir die toskanische Spezialität Pici kennengelernt – dicke, ursprünglich handgerollte Spaghetti.

Noch originalverpackt aus der Toskana: Pici

Noch originalverpackt aus der Toskana: Pici

Das Rezept für Pici all’aglione ist sogar im Original vegan, denn die Sauce besteht lediglich aus Knoblauch und Tomaten mit ein paar Gewürzen. Die Zubereitung ist einfach, sie braucht nur etwas Zeit: Der Knoblauch wird ziemlich lange bei niedriger Temperatur angebraten, und danach dürfen die Tomaten ebenfalls auf niedrigster Stufe so lange vor sich hinköcheln, bis die Sauce ein unvergleichliches Aroma entfaltet. Die italienische Orginalversion des Rezepts findet sich hier.

Pici all'aglione

Pici all’aglione (2 Portionen)

3 Knoblauchzehen
1/2 Chilischote
2 Esslöffel Olivenöl
400 g Tomaten (schön reif)
1 Teelöffel Balsamico
1 Prise Zucker
Salz nach Geschmack

200 g Pici (oder andere dicke Spaghetti)

Knoblauch und Chili fein hacken, die Tomaten in kleine Würfel schneiden.

Das Olivenöl in eine Pfanne geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Wenn das Öl heiß ist, die Hitze reduzieren, Knoblauch und Chili zugeben und alles etwa 10 Minuten bei kleiner Hitze anbraten. Der Knoblauch sollte nicht braun, sondern lediglich goldgelb-glasig werden.

Dann die gewürfelten Tomaten zusammen mit dem Balsamico, Zucker und Salz zugaben. Zum Kochen bringen und anschließend bei sehr kleiner Hitze zugedeckt köcheln lassen, bis die Tomaten sehr weich sind und eine fast homogene Sauce bilden. Eventuell am Ende noch einige Minuten ohne Deckel kochen lassen, damit die Flüssigkeit verdampfen kann und die Sauce dicker wird.

Die Pasta in sprudelndem Salzwasser al dente kochen, abgießen und mit der Sauce mischen.

Dazu passt Mandel“parmesan“ und ein bunter Salat.

Zucchini-Aufstrich

Ich habe von einer Bekannten ein Stück Zucchini aus dem Garten ihrer Oma geschenkt bekommen. Das Stück (etwa ein Fünftel der ganzen Zucchini) wog etwa 350 Gramm 🙂 Entsprechend war die Zucchini schon etwas groß gewachsen, mit Kernen und weichem Fruchtfleisch in der Mitte – zur Zubereitung als Gemüse damit nicht mehr unbedingt geeignet.

Warum also nicht mal einen Aufstrich aus Zucchini machen? Ich habe die Kerne in der Mitte entfernt und aus dem Rest mit Sonnenblumenkernen, Thymian und Knoblauch einen sommerlichen Aufstrich gemixt. Das Ergebnis passt perfekt für mein Lieblingsfrühstück: selbstgebackenes Brot mit Aufstrich und frischem Gemüse belegt.

Leckeres Frühstück mit selbstgebackenem Brot, Zucchiniaufstrich und Gemüse

Leckeres Frühstück: selbstgebackenes Brot mit Zucchini-Aufstrich und dazu frisches Gemüse

Zucchini-Aufstrich (ergibt ein großes Glas, ca. 300 ml)

50 g Sonnenblumenkerne
300 g Zucchini
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
einige Zweige Thymian
1 Esslöffel Olivenöl
15 g Kokosfett
1 Esslöffel Hefeflocken
1/2 Teelöffel Rohrzucker
Salz
Pfeffer
Chilipulver

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen.

Die Zucchini in kleine Würfel schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken. Thymian klein schneiden.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zucchiniwürfel, Zwiebelringe und Thymian dazugeben und bei mittlerer Hitze so lange braten, bis die Zucchiniwürfel weich werden. Dann den Knoblauch zugeben und noch eine bis zwei Minuten mitbraten.

Das Ganze zusammen mit den Sonnenblumenkernen in den Mixer füllen und gut durchmixen, bis eine homogene Masse entsteht. Diese in einer Schüssel mit dem Kokosfett mischen und mit Salz, Pfeffer, Zucker, Chilipulver und Hefeflocken pikant abschmecken.

Aufstrich in ein Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.