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Mangoldgemüse mit Kichererbsen

Heute gibt es ein Rezept aus der Reihe „einfache vegane Alltagsküche“. Die funktioniert bei mir normalerweise nach dem Motto: Nimm, was an Gemüse da ist (oder was mein Regionalladen gerade hat), mische es mit Hülsenfrüchten/Tofu/Sojaschnetzeln und lass es dir schmecken 🙂

Auf diese Weise ist auch dieses Abendessen entstanden: Ich hatte morgens schon eine gute Portion Kichererben eingeweicht, um abends irgendetwas mit Gemüse daraus zu machen. Morgens im Büro kam meine Kollegin an und brachte mir frisch geernteten Mangold aus ihrem Garten mit. Somit stand fest, dass das Abendessen aus Kichererbsen und Mangold bestehen würde. Dazu kamen noch ein paar Tomaten, gewürzt habe ich es mit süßem Paprikapulver und etwas Rosmarin vom Balkon.

Mangoldgemüse

Mangoldgemüse mit Kichererbsen (3 Portionen)

200 g Kichererbsen getrocknet (oder 2 Gläser fertige Kichererbsen)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
400 g Mangold
3 mittelgroße Tomaten
1 Esslöffel Olivenöl
Salz
Pfeffer
etwas Rosmarin
1 Teelöffel süßes Paprikapulver
1 Esslöffel Tomatenmark

Die Kichererbsen mindestens 12 Stunden in reichlich Wasser einweichen. Danach Wasser abgießen und mit frischem Wasser im Schnellkochtopf etwa 13 Minuten kochen. Alternativ die Kichererbsen aus dem Glas abtropfen lassen.

Mangold waschen und die Stiele von den Blättern trennen. Stiele in schmale , Blätter in etwas breitere Streifen schneiden. Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Tomaten würfeln.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch kurz anbraten, dann die Mangoldstiele dazugeben. Alles ein paar Minuten lang braten, dann die Tomatenwürfel unterrühren und die Mangoldblätter in die Pfanne geben. Deckel schließen und 1 bis 2 Minuten warten, bis die Blätter etwas zusammenfallen, dann die Blätter mit dem restlichen Gemüse mischen und die abgetropften Kichererbsen hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Rosmarin würzen, Tomatenmark unterrühren. Noch etwas ziehen lassen, bis der Mangold weich, aber trotzdem noch schön bissfest ist.

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Arabische Gemüsepfanne

Mein letzter Beitrag hier ist schon ein paar Wochen her. Das liegt nicht etwa daran, dass ich plötzlich die Lust am Kochen und Backen verloren hätte 😉 sondern eher an ein paar anderen Projekten, die mir im Moment nicht so recht die Zeit dafür lassen, neue Rezepte auszuprobieren und aufzuschreiben. Das soll sich aber bald wieder ändern. Schließlich naht der Sommer in Riesenschritten – und mit ihm die immer größere Auswahl an Gemüse zum Kochen und an Obst zum Backen.

Als Vorgeschmack deshalb heute schon ein einfaches und schnelles Sommerrezept mit viel Gemüse und einem frischen Basilikumdip. Als Beilage passt dazu Couscous oder Reis – oder unser Favorit: selbstgebackenes Fladenbrot, und zwar nach diesem Rezept: http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/viewtopic.php?t=7903. Es braucht zwar etwas Zeit, aber nur, weil der Teig lange im Kühlschrank gehen muss. Das eigentliche Backen geht ziemlich schnell. Und glaubt mir, es lohnt sich! Das Brot wird so unglaublich fluffig, dass man aufpassen muss, dass man nicht aus Versehen zu zweit das ganze Brot wegputzt.

  Arabische Gemüsepfanne

Arabische Gemüsepfanne (für 2 Personen)

Gemüsepfanne

1 gelbe Paprika

1 kleine Aubergine

1 Zucchini

1 Tomate

1 große Zwiebel

2 Knoblauchzehen

2 Esslöffel Olivenöl

1/2 Bund Petersilie

2 Teelöffel Ahornsirup

1/2 Teelöffel Kreuzkümmel, gemahlen

1/2 Teelöffel Koriander, gemahlen

1/2 Teelöffel scharfes Paprikapulver

Salz

Pfeffer

Basilikumdip

200 g Sojajoghurt ungesüßt

1/2 Knoblauchzehe

1/2 Esslöffel Essig

1/2 Teelöffel Zucker

eine Handvoll Basilikum

Salz, Pfeffer

Für den Basilikumdip den Sojajoghurt in ein mit Teefilter o.ä. ausgelegtes Sieb geben und einige Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. Den abgetropften Sojajoghurt mit kleingehacktem Knoblauch, Essig, Zucker und dem kleingeschnittenen Basilikum mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse kleinschneiden: Zwiebel in Ringe, Paprika in Streifen, Aubergine und Zucchini in Würfel, Tomate in Achtel. Den Knoblauch und die Petersilie fein hacken.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Koriander und Kreuzkümmel zugeben und etwa eine Minute lang rösten. Dann die Zwiebel, Paprika, Aubergine und Zucchini zugeben und 3 bis 4 Minuten unter ständigem Rühren braten. Die Tomate zusammen mit dem Knoblauch hinzufügen, Paprikapulver und Ahornsirup unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel auf die Pfanne legen und etwa 5 Minuten lang bissfest garen.

Zuletzt die Petersilie unterheben und das Gemüse zusammen mit dem Basilikumdip servieren.

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree

Schon länger wollte ich schwarze Bohnen ausprobieren. Interessant daran finde ich, dass man damit nicht nur die geläufigen Bohnengerichte mit Gemüse etc. zubereiten kann, sondern sie auch für Süßspeisen oder zum Beispiel für Kekse verwenden kann. Irgendwie kam ich aber nie dazu oder vergaß schlicht, welche zu kaufen, wenn ich im Bioladen war. Bis gestern. Da fand die erste Packung schwarze Bohnen den Weg in meine Küche. Und da ich immer neugierig bin, wenn etwas Neues in der Küche herumsteht, habe ich mir gleich ein Rezept dazu überlegt.

Die Kombination aus Mais und Bohnen geht immer, also musste Mais mit ans Bohnengemüse. Und da die Gemüseauswahl jahreszeitlich bedingt etwas eingeschränkt ist, kamen ansonsten noch etwas Lauch und Karotten dazu.

Kartoffelpüree ist immer schon eine meiner Lieblingsbeilagen. Eines der Gerichte, die ich buchstäblich essen könnte, bis ich platze. Wenn man mir die Schüssel nicht rechtzeitig wegnimmt, ist sie leer – egal, wie viel Püree da vorher drin war. Und da der milde Winter auch unsere Kräuter auf der Terrasse verschont hat, gab es zum Bohnengemüse ein Kartoffelpüree mit frischen Kräutern.

SchwarzeBohnen

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree (für 2 Personen)

Schwarze-Bohnen-Gemüse
100 g trockene schwarze Bohnen
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
1/2 Teelöffel Pfefferkörner
1/2 Chilischote (oder mehr bzw. weniger, je nach gewünschter Schärfe)
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1 Esslöffel Olivenöl
2 Karotten
75 g Mais
50 g Sojajoghurt, ungesüßt
30 g Tomatenmark
Salz
Pfeffer

Kartoffelpüree
400 g Kartoffeln, (vorwiegend) festkochend (ich habe nur solche im Haus – klappt hervorragend mit dem Püree)
100 ml Sojamilch
20 g pflanzliche Margarine
2 Esslöffel Kräuter, frisch oder tiefgekühlt (z. B. Thymian, Rosmarin, Pimpinelle, Petersilie, Schnittlauch…)
Salz
Muskatnuss

Die schwarzen Bohnen (am besten über Nacht) in Wasser einweichen. Das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen etwa eine Stunde (oder etwa 25 Minuten im Schnellkochtopf) weichkochen. Abgießen und abtropfen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. In einem Topf mit Wasser etwa 30 Minuten weichkochen (lieber etwas länger als zu kurz, denn wir möchten ja Püree daraus machen). Oder auch hier den Schnellkochtopf verwenden: Dann sind es etwa zehn Minuten.

Lauch putzen und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Gewürze zusammen im Mörser zerstoßen (wer keinen Mörser hat, kann natürlich auch gemahlene Gewürze verwenden). Sojajogurt mit Tomatenmark mischen. Kräuter für das Püree fein hacken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Gewürze dazugeben und eine bis zwei Minuten mitbraten. Den Lauch und die Karottenwürfel zugeben und ebenfalls mitbraten, bis die Karotten etwas weicher werden. Dann den Knoblauch zugeben und ebenfalls etwas mitbraten lassen. Danach die Hitze reduzieren und die gekochten Bohnen sowie den Mais zufügen und untermischen. Zuletzt die Sojajoghurt-Tomatenmark-Mischung unterheben und das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse bei kleinster Hitze warm stellen.

Die Sojamilch erwärmen (sie sollte lauwarm sein). Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, mit der Margarine und der Sojamilch in eine Schüssel geben und zerstampfen. Kräuter zugeben und mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Spätzle – eine Liebeserklärung

Spätzle gehen immer. Spätzle passen zu allem. Ob als Krautspätzle oder als Spätzlepfanne mir verschiedenem Gemüse – oder so wie hier ganz klassisch mit Linsen. Wichtig ist nur: Selbstgemacht müssen sie sein.

Merkt man, dass ich Schwabe bin und quasi mit Spätzle großgezogen wurde?

Gelernt habe ich das Spätzlemachen von meiner Mutter. Ohne Rezept – die einzige Vorgabe war: pro Person ein Ei. Dazu kam so viel Mehl, Wasser und etwas Salz, bis sich der Teig „richtig“ anfühlt.

Zum Glück kann man richtig gute Spätzle auch ganz ohne Ei herstellen. Als Bindemittel verwende ich entweder Kürbispüree oder Lupinenmehl. Beides hat noch den angenehmen Nebeneffekt, dass die Spätzle schön gelb werden.

Mittlerweile wiege ich immerhin das Mehl ab. Bei der Konsistenz des Teiges verlasse ich mich nach wie vor auf mein Gefühl. Ich habe aber versucht, die Mengen im Rezept doch einigermaßen anzugeben.

Die Linsen mache ich – anders als im traditionellen Rezept – ohne Mehlschwitze, sondern nur mit etwas Karotte und Sellerie. So kommen der Geschmack der Linsen und der Essig (ja, ich mag die Linsen gerne gut sauer) besser zur Geltung.

Und natürlich gehören normalerweise noch Saitenwürste (auch Wiener Würstchen bzw. Wienerle genannt) dazu. Wer möchte, kann also gern entsprechende vegane Würstchen dazu essen. Bei uns gibts es die meistens nicht – so bleibt mehr Platz für Linsen und Spätzle 🙂

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Spätzle mit Linsen (2 Portionen)

Für die Linsen:
150 g braune Linsen
1 Zwiebel
1 Karotte
1 Stück Sellerie (ca. 100 g)
1 Esslöffel Rapsöl
Gemüsebrühe
Weißweinessig
Salz

Für die Spätzle:
200 g Mehl (wenn möglich Spätzlemehl, aber normales Mehl geht natürlich auch)
2 Esslöffel Lupinenmehl
4 Esslöffel Wasser
1 knapper Teelöffel Salz
160 bis 200 ml Wasser (lieber etwas weniger als zu viel)

Die Linsen gut abspülen, mit 450 ml kaltem Wasser im Topf aufsetzen und 30 bis 45 Minuten kochen, bis sie weich sind. Alternativ im Schnellkochtopf in 11 Minuten weichkochen.

Währenddessen den Teig für die Spätzle herstellen: Lupinenmehl mit den 4 Esslöffeln Wasser verrühren. Die Mischung mit Mehl, Salz und Wasser zu einem zähen Teig vermischen (geht am besten in der Küchenmaschine mit Knethaken). Der Teig ist dann richtig, wenn er sich mit einem Löffel wie Kaugummi nach oben ziehen lässt. Wenn der Teig zu weich ist, werden die Spätzle zu groß und zu wenig bissfest! Den Teig etwa 10 Minuten quellen lassen.

Spätzleteig

So ist der Spätzleteig richtig: schön zäh und nicht zu weich.

Zwiebeln, Karotte und Sellerie klein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln sowie das Gemüse hinzufügen und dünsten, bis alles weich ist, aber noch Biss hat. Dann die Linsen hinzufügen, mit Gemüsebrühe aufgießen und mit Essig und Salz abschmecken. Bei kleiner Hitze  noch etwas ziehen lassen.

Jetzt in einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, Salz zufügen. Dann den Teig ins kochende Wasser hobeln, schaben, pressen – oder was auch immer dein bevorzugtes Werkzeug dafür ist. Ich komme aus dem bayerischen Teil Schwabens – daher ist mein Werkzeug der Wahl der Spätzlehobel.

Spätzlehobel

Mein Spätzlehobel – einer der ersten und wichtigsten Bestandteile meiner „Aussteuer“ ^^

Ja, ich weiß – meine so hergestellten Spätzle würden in Württemberg  bestenfalls als „Knöpfle“ durchgehen ^^ Aber für mich sind es nun mal Spätzle.

Mit dem Spätzlehobel hoble ich den Teig direkt ins kochende Wasser. Zwischendurch umrühren und immer weiterhobeln, bis der Teig verbraucht ist.

Spätzlehobel

Spätzleteig in den Trichter einfüllen…

Spätzle

… und durch Hin- und Herbewegen auf dem Hobel durch die Löcher ins kochende Wasser pressen. Das darf ruhig anstrengend sein – dann ist der Teig richtig und nicht zu weich.

Am Ende das Ganze noch einmal aufkochen und die Spätzle durch ein Sieb abgießen. (Korrekterweise fischt man sie mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser. So etwas hatte ich aber noch nie, und es geht auch wunderbar ohne.) Nach Geschmack noch etwas pflanzliche Margarine und Salz zugeben.

Wichtig: Das verwendete Geschirr und Besteck am besten direkt mit kaltem Wasser und einer Spülbürste wieder vom verwendeten Geschirr und Besteck abwaschen oder die Sachen zumindest in kaltem Wasser einweichen. Nicht stehen lassen – dann trocknet der Spätzleteig schnell an – und auch kein heißes Wasser dafür verwenden – dann wird er fest und lässt sich nur noch schwer entfernen.

Spätzle zusammen mit den Linsen im tiefen Teller anrichten und genießen – und sich fühlen wie der Schwabe im Himmel 🙂

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Passend zur Jahreszeit heute nochmals ein Rezept für Wintergemüse – diesmal sind es Gelbe Bete.

Gelbe Bete? Die kannte ich bis vor ein paar Monaten auch noch nicht. Ich kannte nur die rote Version, bis ich im Herbst bei meinen lokalen Gemüsehändlerinnen auf die gelben Knollen stieß. Zubereiten kann man sie wie ihre roten Verwandten, vom Geschmack her sind sie ebenfalls nicht sehr unterschiedlich.

Für mich liegt der entscheidende Vorteil in der Farbe: Gerade, wenn die Knollen roh geschält werden müssen, sieht es bei Roter Bete in meiner Küche gern mal nach einem Blutbad aus, und an den Fingern hält die rote Farbe auch sehr gut. Hier ist die gelbe Version doch deutlich dankbarer in der Verarbeitung.

Gelbe Bete

So sehen die Gelben Bete im „Urzustand“ aus…

Gelbe Bete_geschält

… und so sehen sie aus, wenn sie geschält sind.

Der süßliche Geschmack der Gelben Bete harmoniert gut mit den ebenso etwas süßlichen Kidneybohnen. Die Schärfe von Chilischoten und Cayennepfeffer bildet dazu einen schönen Kontrast, und der frische Dip ergänzt das Ganze zu einem leckeren Wintergericht.

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen (2 Portionen)

Dip:
170 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel Schnittlauch, fein gehackt (frisch oder tiefgekühlt)
1 Teelöffel Balsamico
1/2 Teelöffel Ahornsirup
1/2 Teelöffel süßes Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Alle Zutaten gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gelbe-Bete-Pfanne
2 Gelbe Bete (ca. 600 g) – alternativ gehen natürlich auch Rote Bete 🙂
400 g Kartoffeln
1 Dose (240 g) Kidneybohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Chilischote (frisch oder getrocknet) nach Geschmack
2 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Sesam
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

Kartoffeln und Gelbe Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch  schälen und fein hacken. Chillischote ebenfalls fein hacken. Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Olivenöl mit der feingehackten Chilischote in einer Pfanne erhitzen und als erstes die Kartoffelwürfel unter häufigem Wenden etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Danach Gelbe Bete und Zwiebel zugeben und etwa 10 bis 15 Minuten mitbraten, dabei den Deckel auf die Pfanne legen. Immer wieder umrühren. Wenn alles weich, aber noch bissfest ist, den Knoblauch zugeben und noch etwas mitbraten. Die abgetropften Kidneybohnen unterrühren, mit erhitzen und alles mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Zuletzt den Sesam zufügen und vorsichtig unterheben.

Winterpasta

Pasta geht immer 🙂 Auch, weil man sie so vielseitig variieren kann. Je nach Jahreszeit kann man sie mit fast jedem Gemüse mischen, zum Beispiel jetzt im Winter mit Wirsing. Das Originalrezept dazu stammt von Jamie Oliver, strotzt aber nur so vor Speck und Käse. Hier ist die vegane Version – ich kann nichts dazu sagen, wie sie im Vergleich zum Original schmeckt. Aber ich kann sagen, dass sie sehr lecker schmeckt!

Pasta_Wirsing

Wirsing-Pasta (4 Portionen)

500 Hartweizengries-Nudeln
1 Kopf Wirsing
1 Zehe Knoblauch
2 Zwiebeln
1 Esslöffel Olivenöl
Thymian (frisch oder getrocknet)
1 Esslöffel Gemüsebrühe
1 Esslöffel Mandelmus
1 Esslöffel Hefeflocken
1 Esslöffel scharfer Senf
Salz und Pfeffer
Walnüsse, geröstet und gehackt

Den Wirsing in Streifen schneiden, Knoblauch und Zwiebel würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch, Zwiebel und Thymianblättchen dazugeben und alles glasig dünsten. Den Wirsing, die Gemüsebrühe und etwas Wasser dazugeben und alles abgedeckt 10 bis 15 Minuten weiterdünsten, bis der Wirsing weich, aber noch bissfest ist. Den Wirsing mit Salz, Pfeffer, Mandelmus, Hefeflocken und Senf abschmecken.

Währenddessen die Pasta nach Anleitung kochen und abgießen. Mit dem Wirsing mischen und nochmals abschmecken. Die Walnüsse unterheben und servieren.

Nach Belieben mit veganem „Parmesan“ aus Hefeflocken, gemahlenen Mandeln und Kräutersalz bestreuen.

Flammkuchen

Mein erstes Flammkuchenrezept entstand im Sommer 2012 zu meinem Geburtstag. Ich hatte meine Familie eingeladen, und es war so heiß, dass ich am liebsten nur eine große Schüssel Salat serviert hätte. Um irgendetwas dazu anzubieten, kam ich schließlich auf Flammkuchen – damals noch in der vegetarischen Variante mit Quark, Frischkäse und Feta.

Das vegane Rezept verwendet stattdessen Sojajoghurt und gebratenen Räuchertofu.

Grundrezept: Flammkuchen (3 bis 4 Portionen)

Teig:

350 g Mehl (ich nehme ca. 1/3 Vollkornmehl)
1,5 Teelöffel Salz
15 g Frischhefe
200 ml Wasser

Alle Zutaten gut verkneten; sollte der Teig zu sehr kleben, noch etwas Mehl hinzufügen. 1 bis 2 Stunden gehen lassen.

Belag:

500 g Sojajoghurt natur
2 Esslöffel Hefeflocken
Salz
Pfeffer
Paprika edelsüß
Dill
Kräuter der Provence

Sojajoghurt über Nacht gut abtropfen lassen (z. B. in einem mit einem Papier-Teefilter ausgelegten Sieb). Den abgetropften Sojajoghurt mit den Gewürzen mischen und abschmecken.

Für den weiteren Belag könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen. Lecker schmecken zum Beispiel (jeweils in verschiedenen Kombinationen):

– Räuchertofu (mit etwas Öl in der Pfanne knusprig gebraten)
– frischer Blattspinat (etwa zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren, bis er etwas zusammenfällt)
– Kirschtomaten, in Scheiben geschnitten
– Lauch oder Lauchzwiebeln
– Spitzpaprika
– Peperoni oder Chili

Den Backofen mit dem Backblech auf 250 °C vorheizen (wichtig – nur so wird der Flammkuchen richtig knusprig!) . Den Teig in zwei Teile teilen und dünn ausrollen. Das geht am besten, indem man den Teig zunächst auf etwa 15 x 15 cm auf der Arbeitsplatte ausrollt, ihn dann auf das Backpapier umlagert und ihn weiter ausrollt, bis er in etwa das Format des Backblechs (oder auch etwas weniger) hat.

Mit Joghurtmasse bestreichen und belegen. Wenn der Backofen die Temperatur erreicht hat, Backblech aus dem Ofen nehmen (Vorsicht! Heiß!) und den Flammkuchen samt Backpapier drauflegen (geht am besten zu zweit).

Etwa 10 Minuten backen und frisch aus dem Ofen genießen.

Dazu passt am besten ein Blattsalat oder ein bunter gemischter Salat – und ein schönes Glas Wein 🙂

Wir hatten heute neben unserem „klassischen“ Flammkuchen mit Spitzpaprika und Kirschtomaten auch ein Blech mit frischem Spinat – inspiriert von unserem Besuch im Max Pettchen letztes Wochenende.

Flammkuchen_paprika Flammkuchen_spinat