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Rezepte sind ja ganz schön…

… aber irgendwie bin ich mit meinen Blog als (fast) reinem Rezeptblog nicht mehr so glücklich. Das Datum des letzten Eintrags spricht für sich.

Wie also weiter?

Als ich den Blog vor nicht ganz drei Jahren – aus einer spontanen Idee heraus – eingerichtet habe, ging es mir erstmal gar nicht um Rezepte. Ich suchte vielmehr nach einer Möglichkeit, über meinen Alltag, mein veganes Leben zu schreiben. Über die Situationen, die es so mit sich bringt, seien sie schön oder auch mal problematisch. Und natürlich auch über den Sport, denn schon damals war ich eine begeisterte Läuferin, die sich auf ihren ersten Halbmarathon freute. Genau das brachte ich auch mit der Unterzeile „Gedanken rund um den veganen Alltag, ums Laufen und – natürlich – Rezepte“ zum Ausdruck.

Irgendwie nahmen aber die Rezepte immer mehr vom Blog ein. Wie das kam, kann ich auch nicht mehr wirklich sagen, bin ich doch eher eine pragmatische Köchin (Kühlschrank auf – kochen mit dem, was da ist) als eine kreative Küchenkünstlerin, die außergewöhnliche Gerichte zaubert und diese auch noch ansprechend anrichtet und fotografiert. Eine Zeitlang ging es gut mit den Rezepten – aber irgendwann gingen mir die Ideen und auch die Lust aus. Und mein Blog lag brach.

Das heißt nun nicht, dass mir die Gedanken ausgegangen wären. Obwohl ich nun schon seit bald vier Jahren vegan lebe, kommt es immer wieder zu Situationen, die einfach nur deshalb entstehen, weil ich vegan bin. Immer öfter sind das Dinge, die mich freuen, die ich so nicht erwartet hätte. Aber es gibt eben auch die immer gleichen größeren und kleinen Probleme, mit denen sich jede*r Veganer*in von Zeit zu Zeit konfrontiert sieht. Es gibt die aktuellen Themen, zu denen ich auch meine Meinung habe. Und es gibt immer noch den Sport und glücklicherweise auch wieder das Laufen, worüber ich gerne mehr schreiben möchte.

Damit habe ich schon ganz grob aufgezeichnet, wohin ich möchte mit meinem Blog. Das Schreiben fehlt mir in letzter Zeit, weil es für mich ein wichtiges Mittel ist, um meine Gedanken zu sortieren und auszudrücken. Ich freue mich darauf, wieder öfter hier zu sein und vielleicht für den*die ein oder andere*n unterhaltsamen und informativen Lesestoff zu liefern.

In diesem Sinne: Ich freue mich auf den Neustart! Seid ihr dabei?

 

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Winterpasta

Pasta geht immer 🙂 Auch, weil man sie so vielseitig variieren kann. Je nach Jahreszeit kann man sie mit fast jedem Gemüse mischen, zum Beispiel jetzt im Winter mit Wirsing. Das Originalrezept dazu stammt von Jamie Oliver, strotzt aber nur so vor Speck und Käse. Hier ist die vegane Version – ich kann nichts dazu sagen, wie sie im Vergleich zum Original schmeckt. Aber ich kann sagen, dass sie sehr lecker schmeckt!

Pasta_Wirsing

Wirsing-Pasta (4 Portionen)

500 Hartweizengries-Nudeln
1 Kopf Wirsing
1 Zehe Knoblauch
2 Zwiebeln
1 Esslöffel Olivenöl
Thymian (frisch oder getrocknet)
1 Esslöffel Gemüsebrühe
1 Esslöffel Mandelmus
1 Esslöffel Hefeflocken
1 Esslöffel scharfer Senf
Salz und Pfeffer
Walnüsse, geröstet und gehackt

Den Wirsing in Streifen schneiden, Knoblauch und Zwiebel würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch, Zwiebel und Thymianblättchen dazugeben und alles glasig dünsten. Den Wirsing, die Gemüsebrühe und etwas Wasser dazugeben und alles abgedeckt 10 bis 15 Minuten weiterdünsten, bis der Wirsing weich, aber noch bissfest ist. Den Wirsing mit Salz, Pfeffer, Mandelmus, Hefeflocken und Senf abschmecken.

Währenddessen die Pasta nach Anleitung kochen und abgießen. Mit dem Wirsing mischen und nochmals abschmecken. Die Walnüsse unterheben und servieren.

Nach Belieben mit veganem „Parmesan“ aus Hefeflocken, gemahlenen Mandeln und Kräutersalz bestreuen.

Pralinen selbstgemacht

Merkt man, dass ich Urlaub habe? ^^

Jedenfalls habe ich gerade mehr Zeit als sonst – Zeit, die ich gerne in der Küche verbringe. Und nachdem ich an Weihnachten mal wieder die himmlischen Pralinenkreationen meines Bruders probieren durfte, musste ich das jetzt un-be-dingt auch einmal selbst ausprobieren. Damit das Ganze interessanter wird, soll das Ergebnis auch gleich als Mitbringsel für die Silvesterparty dienen.

Also kaufte ich mir gestern eine Pralinenform und fing lustig an, Schokolade zu schmelzen. Das Einfüllen in die Förmchen klappte ganz gut, allerdings wollte die geschmolzene Schokolade nicht so recht am Rand hängen bleiben, sondern lief immer nur nach unten. Ich vermute, dass sie einfach zu flüssig war. (Ja, ich gehöre auch zu den Leuten, die erst drauflos basteln und dann erst die Anleitung suchen ^^)

Dann also Schichtpralinen. Einmal aus weißer Schokolade, dunkler Schokolade und Mandelnougat, einmal mit Aprikosenmarzipan. Vorsichtshalber machte ich parallel noch Orangen-Amaretto-Trüffel, falls dieser erste Versuch tatsächlich komplett in die Hose gehen sollte.

Aber: Es hat funktioniert. Sie sind nicht alle perfekt geworden, aber ein Teil davon ist durchaus verschenktauglich. Den Rest müssen wir (zu weiteren Test – und Entwicklungszwecken) selbst essen 🙂

Bei den Mengen handelt es sich um Circa-Angaben. Hier kommt es einerseits auf die Größe eurer Förmchen, andererseits auch sehr auf euren persönlichen Geschmack an.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

image
oben: Aprikosenmarzipan-Pralinen; Mitte: Nougat-Schichtpralinen; unten: Amaretto-Orangen-Trüffel

Nougat-Schichtpralinen (6 Stück)

30 g weiße Reismilchschokolade
30 g Zartbitter-Kuvertüre
50 g veganes Nougat (z. B. von Ruf)
2 Esslöffel gehackte Mandeln

Weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und in die Förmchen füllen. In einem kühlen Raum fest werden lassen. Danach das Gleiche mit der dunklen Kuvertüre wiederholen.

Gehackte Mandeln ohne Fett in einer Pfanne rösten. Nougat schmelzen, die Mandeln hinzufügen und vermischen. Die Nougatmasse ebenfalls in die Förmchen füllen.

Aushärten lassen und aus der Form nehmen.

Aprikosenmarzipan-Pralinen (6 Stück)

70 g weiße Reismilchschokolade oder Zartbitter-Kuvertüre
50 g Marzipan
etwas Marillenlikör
1 getrocknete Aprikose

Schokolade bzw. Kuvertüre schmelzen und etwas davon auf den Boden der Förmchen füllen. (Wer es kann, kann natürlich auch gleich Boden und Wände der Förmchen mit Schokolade beschichten – hat nur leider bei mir nicht geklappt.) Aushärten lassen.

Aprikosen sehr klein hacken, mit Marzipan und Likör zu einer geschmeidigen Masse vermischen (geht am besten mit einer Gabel). Die Masse zu kleinen Kugeln formen und etwas platt drücken. Die plattgedrückten Kugeln sollten etwas weniger Durchmesser haben als die Pralinenförmchen. Auf die ausgehärtete Schokolade legen und etwas festdrücken. Dann die restliche geschmolzene Schokolade in die Förmchen gießen und aushärten lassen.

Amaretto-Orangen-Trüffel (ca. 30 kleine Würfel)

100 g Zartbitter-Kuvertüre
2 Esslöffel Kokosfett
1 Teelöffel Orangenschale
Amaretto nach Geschmack
evtl. etwas weiße Reismilchschokolade

Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Kokosfett unterrühren, Orangenschale und Amaretto hinzufügen. Die Masse in eine mit Alufolie ausgelegte Form füllen (ca. 12 x 10 cm). Über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Aus der Form nehmen, die Alufolie entfernen und in kleine Würfel schneiden. Nach Belieben mit weißer Reismilchschokolade verzieren.

Pastinaken-Kartoffelsuppe

Ich bin keine Nach-Rezept-Köchin. Kochbücher dienen bei mir in erster Linie der Inspiration, und das Interessanteste an einem neuen Rezept ist die Frage, wie ich das Gericht am besten nach meinem persönlichen Geschmack abwandeln kann. Demzufolge fehlen bei meinen Rezepten meistens genaue Angaben zu Menge und Zeit – oder anders gesagt: Sie lassen genügend Raum für deine persönliche Kreativität.

Im Winter liebe ich Suppen in allen Variationen: aus verschiedenem Gemüse, aber fast immer mit Kartoffeln. Gestern abend gab es Pastinaken-Kartoffelsuppe – genau das Richtige nach dem Laufen im kalten Winterwetter.

Pastinakensuppe

(Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität – ich hatte Hunger ^^)

Pastinaken-Kartoffelsuppe (2 – 3 Portionen)

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
(etwas getrocknete Chilischote)
1 Esslöffel Olivenöl
6 kleine Kartoffeln
1 große Pastinake
Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
Majoran
Muskatnuss
Hefeflocken
Dill (frisch oder tiefgefroren)
(Weißweinessig)
ca. 4 Esslöffel Erbsen (TK)

Zwiebel und Knoblauch fein hacken; in Olivenöl andünsten und nach Geschmack noch feingeschnittene Chilischote hinzufügen.

Kartoffeln und Pastinake schälen und grob raspeln. Mit in den Topf geben und kurz mitbraten, dann mit der Gemüsebrühe aufgießen. Einmal aufkochen, dann im geschlossenen Topf ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Topf vom Herd nehmen und Gemüse pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Majoran, Muskatnuss, Hefeflocken, Dill und (wer möchte) etwas Weißweinessig abschmecken. Erbsen hinzufügen und nochmals etwas aufkochen lassen, bis die Erbsen warm sind.

Guten Appetit!
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