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Italienischer Orangen-Nuss-Kuchen

Ich glaube, ich habe schon mehrfach erwähnt, dass meine Eltern einen großen Garten haben und uns großzügig mit allem versorgen, was dieser Garten hergibt. So haben wir den ganzen Sommer lang reichlich Tomaten und Gurken, Bohnen und Beeren, und jetzt im Herbst bekommen wir regelmäßig Lieferungen mit Unmengen an Äpfeln, Haselnüssen und Walnüssen. Der besondere Luxus: Die Haselnüsse sind sogar schon geknackt (das macht meine Mutter abends vor dem Fernseher), wir brauchen sie nur noch zu knabbern oder eben zu verbacken.

Schon vor einiger Zeit hatte mich auf Twitter das Bild von Herrn Grüns italienischem Orangen-Nuss-Kuchen angelacht. Und nachdem ich letzten Samstag mal wieder mit einer großen Schüssel Haselnüsse von meinen Eltern zurückkam, war jetzt auch endlich der Zeitpunkt, das Rezept in vegan nachzubacken. Anstelle der Eier habe ich einfach etwas mehr Flüssigkeit verwendet: eine Mischung aus Sojamilch und Orangensaft, die den Kuchen nochmals schön fruchtig und saftig macht.

Orangen-Nuss-Kuchen

Italienischer Orangen-Nuss-Kuchen (für eine Springform mit 24 cm Durchmesser)

90 g Walnüsse
170 g Haselnüsse
90 g Dinkelvollkornmehl
90 g Dinkelmehl 630
1,5 Esslöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
1,5 Esslöffel Orangenschale
1 Prise Salz
80 g Zucker
80 ml neutrales Öl
80 ml Sojamilch
80 ml Orangensaft
1,5 Esslöffel Zitronensaft
70 g gehackte Zartbitterschokolade
Puderzucker zum Verzieren

Die Walnüsse und 90 g von den Haselnüssen nacheinander in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten (aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden!). Abkühlen lassen und (z. B. im Mixer) mahlen. Es dürfen ruhig noch einzelne Stückchen vorhanden sein. Die restlichen Haselnüsse grob hacken (hier dürfen auch noch ganze und halbe Nüsse darunter sein) und zur Seite stellen.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Springform am Boden mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten.

Die gemahlenen Nüsse mit den restlichen trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Öl, Orangensaft, Sojamilch und Zitronensaft verquirlen, ebenfalls in die Schüssel geben und alles gut vermischen. Falls der Teig zu trocken ist, noch etwas Flüssigkeit hinzufügen. Zuletzt die gehackte Schokolade unterheben.

Den Teig in der Springform verteilen und mit einem feuchten Löffel glatt streichen. Die grob gehackten Haselnüsse darauf verteilen und den Kuchen 25 bis 30 Minuten backen.

Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

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Zwiebelkuchen mit Haselnüssen

Herbstzeit ist Zwiebelkuchenzeit! Und wenn man von den Eltern auch noch Haselnüsse aus dem eigenen Garten bekommt, ergeben diese eine leckere Alternative zum Speck auf der unveganen Variante.

Vor dem leckeren Essen standen aber die Tränen – 1 kg Zwiebeln möchte erstmal geschält sein. Zum Glück übernahm das Hobeln unsere Küchenmaschine 🙂

Zwiebeln

Ansonsten habe ich mich beim Belag an das Rezept von Veganpassion gehalten. Die Idee, die gehobelten Zwiebeln anstatt mit Öl einfach mit den verschiedenen Gewürzen in der Pfanne zu braten, ist toll: Die Zwiebeln nehmen so schön den Geschmack der Gewürze an.

Der Zwiebelkuchen lässt sich auch schön am nächsten Tag noch als Mittagessen fürs Büro einpacken – dafür lohnt sich der Aufwand also doppelt.

Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen mit Haselnüssen (für eine Backform, 30 x 20 cm)

Teig
225 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
10 g Frischhefe
1/2 Teelöffel Salz
250 ml lauwarmes Wasser
1 Teelöffel Olivenöl

Belag
1 kg Zwiebeln
1/2 Teelöffel Zucker
Majoran
Thymian
Salz
Pfeffer
Paprikapulver, süß
gekörnte Brühe
400 g Tofu Natur
5 Esslöffel Pflanzenmilch
3 Esslöffel Sojajoghurt Natur
3 Esslöffel Speisestärke
60 g gehackte Haselnüsse
1/2 Bund Petersilie, gehackt
gemahlener Kümmel

Für den Teig die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, Hefewasser und Öl zugeben und alles am besten in der Küchenmaschine gut verkneten. Bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde abgedeckt gehen lassen.

Währenddessen den Belag zubereiten: Die Zwiebeln schälen und fein hobeln. Mit den Gewürzen mischen und in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Temperatur glasig werden lassen.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Tofu, Pflanzenmilch, Sojajoghurt und Speisestärke zusammen pürieren. Die Mischung zu den Zwiebeln geben. Haselnüsse und Petersilie unterheben und mit Kümmel würzen.

Den Teig mit einem Teigschaber in der gefetteten Backform verstreichen und die Zwiebelmischung darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen etwa eine Stunde backen. Vor dem Servieren aus dem Backofen nehmen und noch etwa 10 Minuten ruhen lassen.

Apfel-Hafer-Erdnuss-Cookies

Es ist schon etwas her, dass ich mein letztes Rezept gebloggt habe. Das liegt nicht etwa daran, dass es mir keinen Spaß mehr machen würde, in der Küche zu werkeln und mir neue Rezepte auszudenken. Ich hatte in letzter Zeit oft einfach nicht die Zeit oder die Nerven, meine Rezepte noch schön aufzubereiten und mit Foto zu verbloggen. Dadurch sind mir leider ein paar Rezepte durchgerutscht, die ich zwar gekocht bzw. gebacken und für gut befunden, aber schlicht und einfach nicht notiert hatte.

Das soll sich jetzt wieder ändern – und um den guten Vorsatz gleich umzusetzen, hab ich  ein ganz frisches Rezept: saftige Cookies aus Äpfeln mit Haferflocken und Erdnussbutter.

Irgendwie liebe ich die Kombination von Haferflocken mit Erdnussbutter und habe diese auch schon öfter für Streusel und Knetteige genutzt (werde demnächst hoffentlich auch mein universell verwendbares Knetteigrezept mal hier posten). Im Moment bekommen wir auch noch von allen Seiten Äpfel und sind nur noch am Verarbeiten, damit wir nicht ertrinken in der Apfelflut. Nach Apfel-Johannisbeer-Marmelade, Apfelkuchen und Apfelkompott kam mir heute dann die Idee, dass Äpfel meine geliebte Hafer-Erdnuss-Kombination ideal ergänzen könnten. Auf Basis dieses Rezepts entstanden dann fruchtige Cookies, die durch die Haferflocken eine tolle Konsistenz bekommen.

Apfel-Hafer-Erdnuss-Cookies

Apfel-Hafer-Erdnuss-Cookies (etwa 20 Stück)

1 großer Apfel
100 g Margarine
120 g Rohrzucker
2 Esslöffel Pflanzenmilch
1/2 Teelöffel Vanillepulver
100 g Erdnussmus fein (ohne Salz)
180 g Mehl
60 g feine Haferflocken
1 Prise Salz
1 gehäufter Teelöffel Backpulver

Apfel vierteln, schälen, Kerne entfernen und raspeln.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Margarine mit Zucker, Pflanzenmilch und Vanillepulver schaumig rühren. Erdnussmus dazugeben und unterrühren. Mehl, Haferflocken, Salz und Backpulver mischen, zusammen mit dem geraspelten Apfel zu den restlichen Zutaten geben und alles zu einem (etwas klebrigen) Teig verkneten.

Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und mit einem Esslöffel Teigkugeln daraufsetzen. Mit einer Gabel zweimal versetzt platt drücken und im Backofen etwa 15 Minuten backen, bis die Cookies an den Rändern leicht goldbraun sind.