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Rhabarberkuchen

Ich kenne Rhabarberkuchen von früher her hauptsächlich auf zwei Arten: Entweder mit Baiserguss – das geht eher schlecht in vegan. Oder aber mit Quarkguss, ähnlich wie Käsekuchen. Diese Variante war mir schon immer lieber und lässt sich auch toll vegan backen, indem man Quark und Joghurt durch Seidentofu und Sojajoghurt ersetzt.

Für einen etwas frischeren Geschmack habe ich Sojajoghurt mit der Geschmacksrichtung Limette-Melisse verwendet. Dieser lässt sich auch durch Natur-Sojajoghurt ersetzen, wenn man stattdessen etwas mehr Zitronensaft und/oder Zitronenschale nimmt.

Der Kuchen ist superschnell gebacken und schmeckt am besten ganz frisch.

Rhabarberkuchen

Rhabarberkuchen (für eine Auflaufform – 20 x 30 cm)

Teig
190 ml Sojamilch
3 Teelöffel Apfelessig
90 ml Rapsöl
165 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
3 Esslöffel Speisestärke
1,5 Esslöffel Lupinenmehl (alternativ Sojamehl)
3/4 Teelöffel Natron
1,5 Teelöffel Backpulver
90 g Zucker
1 Teelöffel gemahlene Vanille
1 Prise Salz

Belag
500 g Rhabarber

Guss
400 g Seidentofu
150 g Sojajoghurt Limette-Melisse
1 Packung Puddingpulver Vanille
2 Esslöffel Zitronen- oder Limettensaft
60 g Zucker
2 Teelöffel Zitronenschale
25 ml Rapsöl

Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Backform mit Backpapier auslegen.

Den Rhabarber schälen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden.

Für den Guss alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab gut durchmixen, bis eine homogene Masse entsteht.

Für den Teig die Sojamilch mit dem Apfelessig vermischen und einige Minuten stehen lassen, bis die Sojamilch gerinnt. In der Zwischenzeit die restlichen Teigzutaten in einer Schüssel mischen.

Rapsöl zur Sojamilch geben und alles gut verquirlen, bis die Mischung etwas dickflüssig wird. Alles zu den trockenen Teigzutaten geben und mit einem Löffel zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig in der Backform glatt streichen, die Rhabarberstücke darauf verteilen und alles mit dem Guss bedecken. 45 bis 50 Minuten backen, danach im ausgeschalteten, geöffneten Backofen abkühlen lassen.

„Grüne“ Frühlings-Bratlinge

Meine Hoffnungen haben sich tatsächlich erfüllt – wir sind ohne wirklichen Winter direkt im Frühling angekommen. Überall blüht und sprießt es, ich freue mich an den bunten Blüten und an jedem frischen Grün, das sich heraustraut. Und auch der erste Frühlingsbote ist da: der Bärlauch. Demnächst werde ich hoffentlich mit einer Freundin frischen Bärlauch sammeln, trotzdem musste ich einfach vorher schon einen Strauß davon am Wochenmarkt einkaufen. Ich hatte ja etwas vor damit, passend zum Frühling: grüne Bratlinge. Dazu habe ich einfach weiße Bohnen mit allem vermischt, was greifbar und grün ist: Erbsen, Brokkoli und eben Bärlauch.

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„Grüne“ Frühlings-Bratlinge (8 kleine Bratlinge)

100 g weiße Bohnen, getrocknet
100 g Erbsen, tiefgekühlt
150 g Brokkoli, tiefgekühlt
10 bis 15 Blätter frischer Bärlauch (nach Geschmack)
2 Esslöffel Semmelbrösel
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Rapsöl

Die weißen Bohnen über Nacht einweichen, am nächsten Tag abgießen und in reichlich Wasser ca. 60 Minuten lang weichkochen. Das Wasser abgießen, die Bohnen und die gefrorenen Erbsen mischen (diese tauen dabei auf) und alles mit dem Pürierstab pürieren.

Den Brokkoli auftauen lassen und sehr klein schneiden. Bärlauch in feine Streifen schneiden. Brokkoli, Bärlauch und Semmelbrösel zum Bohnen-Erbsen-Püree geben und alles gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken – die Bratlinge verlieren beim Braten etwas an Würze.

Die Masse etwa 15 Minuten stehen lassen. Dann mit feuchten Händen Kugeln formen und zu Bratlingen plattdrücken. Gut zusammendrücken, damit sie beim Braten nicht auseinanderfallen! Die Bratlinge entweder mit etwas Öl in der Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten etwa 2 bis 3 Minuten braten oder im Backofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 Minuten lang backen. Dazu die Bratlinge von beiden Seiten mit etwas Öl bepinseln und auf Backpapier legen, nach der Hälfte der Zeit wenden. Mir schmeckt die Variante im Backofen besser, weil sie da gleichmäßiger durch sind – aber das ist Geschmackssache.

Dazu passt ein bunter Salat – oder auch der erste Spargel 🙂