Archiv für den Monat Mai 2014

Erdbeertiramisu

Mein Geburtstag fällt mitten in die Erdbeerzeit. Seit ich denken kann, gab es zu meinem Ehrentag also Erdbeerkuchen. Und seit ich arbeite, bekommen meine Kolleginnen und Kollegen Erdbeertiramisu von mir, wenn ich mal wieder ein Jahr älter geworden bin. Ohne das legendäre Tiramisu brauche ich gar nicht erst anzukommen.

Das Rezept musste also dringend veganisiert werden. Bei Tiramisu zum Glück kein Problem. Und bei meinem Erdbeertiramisu ist sowieso die Hauptsache, dass massenhaft Erdbeeren drin sind. Geschmeckt hat es jedenfalls!

Erdbeertiramisu

Erdbeertiramisu (für eine Auflaufform, ca. 20 x 30 cm)

700 g Erdbeeren
2 Esslöffel Zitronensaft
1 Esslöffel Puderzucker
evtl. etwas Orangensaft

Creme
500 g Sojajoghurt Vanille
200 ml aufschlagbare Pflanzensahne
1 Päckchen Sahnesteif
1 Esslöffel Zitronensaft
1 – 2 Esslöffel Puderzucker
2 Teelöffel Zitronenschale

Biskuit
210 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Esslöffel Speisestärke
1 Teelöffel Orangenschale
1 Teelöffel Vanillepulver
75 g Zucker
1 1/2 Esslöffel Rapsöl
230 ml sprudelndes Mineralwasser

Schokoraspel zum Bestreuen

Den Sojajoghurt über Nacht in einem mit Papier ausgelegten Sieb im Kühlschrank abtropfen lassen.

Für den Biskuit Backofen auf 160 °C (Umluft) vorheizen. Zwei rechteckige Formen mit Backpapier auslegen (wer nur eine Form hat, backt den Teig dort und schneidet ihn nach dem Abkühlen in der Mitte durch).

Mehl, Backpulver, Speisestärke, Orangenschale und Vanillepulver in einer Schüssel mischen. Rapsöl und Mineralwasser dazugeben und alles mit dem Handrührer gut verrühren. Den Teig in die Formen füllen und im vorgeheizten Backofen etwa 20 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!).

Teig aus der Form nehmen, Backpapier abziehen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Creme die Pflanzensahne mit dem Sahnesteif aufschlagen. Den abgetropften Sojajoghurt mit Zitronensaft und -schale sowie Puderzucker schaumig rühren, dann die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben.

Die Erdbeeren waschen und die Stiele entfernen. 400 g von den Erdbeeren mit Zitronenschale und Puderzucker im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. 150 g Erdbeeren in Scheiben schneiden. Die restlichen Erdbeeren beiseite stellen.

Den ausgekühlten Biskuit entweder in Streifen schneiden oder in Stücke zupfen. Mit der ersten Hälfte den Boden der Auflaufform auslegen. Darauf die Hälfte der pürierten Erdbeeren verteilen, dann die erste Hälfte der Creme darauf geben. Auf die Creme die Erdbeerscheiben verteilen. Das Ganze wiederholen – oben ist dann eine Schicht Creme.

Das Tiramisu abgedeckt im Kühlschrank durchziehen lassen – möglichst 24 Stunden, dann ist  es meiner Meinung nach am besten! Wer nicht ganz so viel Zeit hat, kann an die pürierten Erdbeeren noch etwas Orangensaft geben, damit das Püree flüssiger wird und schneller in den Biskuit einzieht.

Vor dem Servieren die restlichen Erdbeeren ebenfalls in Scheiben schneiden und oben auf das Tiramisu legen. Mit Schokoraspeln bestreuen und in Erdbeeren schwelgen 🙂

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Spargel-Cannelloni mit Spinat

Spargelzeit ist einfach die schönste Zeit im Jahr – wir freuen uns jedes Jahr darauf, dass das leckere Gemüse wieder wächst. Hier auf dem Stadtmarkt bekommen wir die Stangen auch fast frisch vom Feld. Das nutzen wir dann auch wirklich, und es gibt so ziemlich jedes Wochenende Spargel, bis die Saison wieder vorbei ist – und wir uns aufs nächste Jahr freuen.

Wir mischen gerne weißen und grünen Spargel. Grüner Spargel ist etwas intensiver im Geschmack und braucht außerdem nicht geschält zu werden – ein deutlicher Vorteil 🙂 Außerdem sorgt er für einen Farbtupfer im Essen, insbesondere wenn wir die Spargel mit Pasta kombinieren. Zusätzliches frisches Grün bringt bei diesem Rezept der frische Blattspinat, der an die Sahnesoße kommt.

Das Originalrezept habe ich von hier. In meiner Version ist etwas mehr Spinat enthalten, und der Frischkäse wird ersetzt durch eine Soße aus Hafersahne und Sojajoghurt.

Cannelloni mit Spargel und Spinat

Spargel-Cannelloni mit Spinat (2 Portionen)

250 g weißer Spargel
250 g grüner Spargel
150 g Blattspinat
100 g Cannelloni
1 Esslöffel pflanzliche Margarine
1 gehäufter Teelöffel Mehl
100 ml Wasser
100 ml Pflanzenmilch
75 ml Hafersahne
50 g Sojajoghurt
1 Esslöffel Hefeflocken
1 Teelöffel Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Muskatnuss

Margarine zum Fetten der Form

Weißen Spargel schälen, beim grünen Spargel – wenn nötig – das untere Drittel schälen und die Enden abschneiden. Die Spargel auf die Länge der Cannelloni zuschneiden.

Blattspinat waschen, gut abtropfen lassen und fein hacken.

Hafersahne, Sojajoghurt, Hefeflocken und Zitronensaft verrühren.

Die Margarine in einem Topf zerlassen. Mehl dazusieben, mit einem Schneebesen einrühren und 1 bis 2 Minuten anschwitzen. Wasser und Milch dazugießen, alles zum Kochen bringen und 2 bis 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Dabei immer gut rühren. Hafersahne-Joghurt-Mischung und Blattspinat untermischen und die Soße mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.

Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Cannelloni kurz in heißes Wasser legen. Die etwas formbar gewordenen Cannelloni vorsichtig mit jeweils 2 bis 3 Stangen Spargel füllen. Übrige Spargelstangen beiseite legen.

Eine Auflaufform mit Margarine einfetten und etwas Soße darin verteilen. Dann abwechselnd Cannelloni und übrige Spargelstangen und -stücke einschichten.  Auf jeder Lage etwas Soße verteilen und die oberste Lage gut mit der restlichen Soße bedecken.

Im vorgeheizten Backofen etwa 45 Minuten überbacken.

Marmorkekse mit Cashewnüssen

Neulich brauchte ich auf die Schnelle ein kleines Mitbringsel. Das Ganze war so knapp, dass mir keine Zeit mehr zum Einkaufen blieb und ich das verwenden musste, was im Haus war. Zum Glück ist da bei den Backzutaten schon eine schöne Grundausstattung vorhanden.

Eine schnelle Suche nach Keksrezepten führte mich (wie so oft) zu Veganpassion, genauer gesagt zu den marmorierten Chocolate Chip Cookies. Schokoladentropfen waren leider gerade nicht im Haus, dafür hatte ich Cashewnüsse und Raspelschokolade. So entstand meine Version der Marmorkekse – die letztendlich auch ein schönes Mitbringsel waren und gut ankamen.

Marmorkekse

 

Marmorkekse mit Cashewnüssen (ca. 12 bis 15 Stück)

220 g Mehl
75 g Zucker
1 Prise Salz
100 g pflanzliche Margarine
2 Teelöffel Orangenschale
3 bis 4 Esslöffel Pflanzenmilch
35 g Cashewnüsse, grob gehackt
1 Teelöffel Zitronensaft
1 bis 2 Esslöffel Kakaopulver
1 Esslöffel Schokoraspel zartbitter

Mehl, Zucker, Salz und 1 Teelöffel Orangenschale in einer Schüssel mischen. Margarine in Stücken und 2 bis 3 Esslöffel Pflanzenmilch hinzufügen. Das Ganze zu einem geschmeidigen Teig verkneten und den Teig in zwei gleich große Hälften teilen.

Zu der ersten Hälfte die Cashewnüsse sowie den Zitronensaft geben und alles verkneten.

Die zweite Hälfte mit Kakaopulver, Schokoraspeln, der restlichen Pflanzenmilch sowie der restlichen Orangenschale verkneten.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Aus den beiden Teighälften jeweils eine Rolle formen und die beiden Rollen nebeneinander legen. Durch Ineinanderdrücken bzw. Übereinanderziehen die beiden Rollen etwas miteinander verkneten, so dass eine Art Marmorierung entsteht. Das Ganze wieder zu einer Rolle formen und mit einem scharfen Messer knapp 1 cm dicke Kekse abschneiden. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck legen und im vorgeheizten Backofen etwa 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.