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„Grüne“ Frühlings-Bratlinge

Meine Hoffnungen haben sich tatsächlich erfüllt – wir sind ohne wirklichen Winter direkt im Frühling angekommen. Überall blüht und sprießt es, ich freue mich an den bunten Blüten und an jedem frischen Grün, das sich heraustraut. Und auch der erste Frühlingsbote ist da: der Bärlauch. Demnächst werde ich hoffentlich mit einer Freundin frischen Bärlauch sammeln, trotzdem musste ich einfach vorher schon einen Strauß davon am Wochenmarkt einkaufen. Ich hatte ja etwas vor damit, passend zum Frühling: grüne Bratlinge. Dazu habe ich einfach weiße Bohnen mit allem vermischt, was greifbar und grün ist: Erbsen, Brokkoli und eben Bärlauch.

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„Grüne“ Frühlings-Bratlinge (8 kleine Bratlinge)

100 g weiße Bohnen, getrocknet
100 g Erbsen, tiefgekühlt
150 g Brokkoli, tiefgekühlt
10 bis 15 Blätter frischer Bärlauch (nach Geschmack)
2 Esslöffel Semmelbrösel
Muskatnuss
Salz, Pfeffer
Rapsöl

Die weißen Bohnen über Nacht einweichen, am nächsten Tag abgießen und in reichlich Wasser ca. 60 Minuten lang weichkochen. Das Wasser abgießen, die Bohnen und die gefrorenen Erbsen mischen (diese tauen dabei auf) und alles mit dem Pürierstab pürieren.

Den Brokkoli auftauen lassen und sehr klein schneiden. Bärlauch in feine Streifen schneiden. Brokkoli, Bärlauch und Semmelbrösel zum Bohnen-Erbsen-Püree geben und alles gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken – die Bratlinge verlieren beim Braten etwas an Würze.

Die Masse etwa 15 Minuten stehen lassen. Dann mit feuchten Händen Kugeln formen und zu Bratlingen plattdrücken. Gut zusammendrücken, damit sie beim Braten nicht auseinanderfallen! Die Bratlinge entweder mit etwas Öl in der Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten etwa 2 bis 3 Minuten braten oder im Backofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 30 Minuten lang backen. Dazu die Bratlinge von beiden Seiten mit etwas Öl bepinseln und auf Backpapier legen, nach der Hälfte der Zeit wenden. Mir schmeckt die Variante im Backofen besser, weil sie da gleichmäßiger durch sind – aber das ist Geschmackssache.

Dazu passt ein bunter Salat – oder auch der erste Spargel 🙂

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree

Schon länger wollte ich schwarze Bohnen ausprobieren. Interessant daran finde ich, dass man damit nicht nur die geläufigen Bohnengerichte mit Gemüse etc. zubereiten kann, sondern sie auch für Süßspeisen oder zum Beispiel für Kekse verwenden kann. Irgendwie kam ich aber nie dazu oder vergaß schlicht, welche zu kaufen, wenn ich im Bioladen war. Bis gestern. Da fand die erste Packung schwarze Bohnen den Weg in meine Küche. Und da ich immer neugierig bin, wenn etwas Neues in der Küche herumsteht, habe ich mir gleich ein Rezept dazu überlegt.

Die Kombination aus Mais und Bohnen geht immer, also musste Mais mit ans Bohnengemüse. Und da die Gemüseauswahl jahreszeitlich bedingt etwas eingeschränkt ist, kamen ansonsten noch etwas Lauch und Karotten dazu.

Kartoffelpüree ist immer schon eine meiner Lieblingsbeilagen. Eines der Gerichte, die ich buchstäblich essen könnte, bis ich platze. Wenn man mir die Schüssel nicht rechtzeitig wegnimmt, ist sie leer – egal, wie viel Püree da vorher drin war. Und da der milde Winter auch unsere Kräuter auf der Terrasse verschont hat, gab es zum Bohnengemüse ein Kartoffelpüree mit frischen Kräutern.

SchwarzeBohnen

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree (für 2 Personen)

Schwarze-Bohnen-Gemüse
100 g trockene schwarze Bohnen
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
1/2 Teelöffel Pfefferkörner
1/2 Chilischote (oder mehr bzw. weniger, je nach gewünschter Schärfe)
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1 Esslöffel Olivenöl
2 Karotten
75 g Mais
50 g Sojajoghurt, ungesüßt
30 g Tomatenmark
Salz
Pfeffer

Kartoffelpüree
400 g Kartoffeln, (vorwiegend) festkochend (ich habe nur solche im Haus – klappt hervorragend mit dem Püree)
100 ml Sojamilch
20 g pflanzliche Margarine
2 Esslöffel Kräuter, frisch oder tiefgekühlt (z. B. Thymian, Rosmarin, Pimpinelle, Petersilie, Schnittlauch…)
Salz
Muskatnuss

Die schwarzen Bohnen (am besten über Nacht) in Wasser einweichen. Das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen etwa eine Stunde (oder etwa 25 Minuten im Schnellkochtopf) weichkochen. Abgießen und abtropfen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. In einem Topf mit Wasser etwa 30 Minuten weichkochen (lieber etwas länger als zu kurz, denn wir möchten ja Püree daraus machen). Oder auch hier den Schnellkochtopf verwenden: Dann sind es etwa zehn Minuten.

Lauch putzen und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Gewürze zusammen im Mörser zerstoßen (wer keinen Mörser hat, kann natürlich auch gemahlene Gewürze verwenden). Sojajogurt mit Tomatenmark mischen. Kräuter für das Püree fein hacken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Gewürze dazugeben und eine bis zwei Minuten mitbraten. Den Lauch und die Karottenwürfel zugeben und ebenfalls mitbraten, bis die Karotten etwas weicher werden. Dann den Knoblauch zugeben und ebenfalls etwas mitbraten lassen. Danach die Hitze reduzieren und die gekochten Bohnen sowie den Mais zufügen und untermischen. Zuletzt die Sojajoghurt-Tomatenmark-Mischung unterheben und das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse bei kleinster Hitze warm stellen.

Die Sojamilch erwärmen (sie sollte lauwarm sein). Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, mit der Margarine und der Sojamilch in eine Schüssel geben und zerstampfen. Kräuter zugeben und mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße

Grüne Bohnen liebe ich schon immer in allen Variationen. Egal ob als Bohnensuppe mit Spätzle nach altem Familienrezept, als Salat oder einfach als Bohnengemüse zum Kartoffelpüree – ich könnte grüne Bohnen jeden Tag essen. Da war natürlich die Variante mit Senf-Thymian-Soße, die mein Mann sozusagen mit in die Beziehung gebracht hat, mehr als willkommen. Schmeckt toll im Sommer mit frischen Bohnen, aber auch jetzt im Winter mit gefrorenen Bohnen. Dann ist es sogar ein noch schnelleres Essen, weil wir uns das Putzen der Bohnen sparen und die gefrorenen auch nicht so lang gekocht werden müssen. Thymian gibt es zum Glück das ganze Jahr frisch auf der Terrasse 🙂

Aktualisierung (04.05.2014): Als ich das Rezept gestern wieder einmal gekocht habe, hat die Mischung aus Sojamilch und Sojajoghurt furchtbar geflockt. Woran es lag, kann ich nicht sagen – das ist mir vorher noch nie passiert. Ich habe die Soße dann aus Hafersahne und Sojajoghurt neu gekocht und aktualisiere das auch mal im Rezept.

Bohnen_Senf_Thymian

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße – heute gab es Bratkartoffeln dazu.

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße (2 bis 3 Portionen)

450 g grüne Bohnen (tiefgekühlt oder frisch)
1 Zwiebel
1 Esslöffel Rapsöl
125 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
120 ml Hafersahne
100 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Teelöffel Maisstärke
1 bis 2 Esslöffel mittelscharfer Senf (nach Geschmack – wir beide mögen gerne Senf, und entsprechend viel kommt in die Soße)
ein paar Zweige Thymian

Die Zwiebel fein hacken und im Öl glasig dünsten. Die Bohnen (geputzt, gewaschen und geschnitten – oder gefroren) hinzufügen und kurz mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit der Gemüsebrühe aufgießen und kochen, bis die Bohnen gar, aber noch bissfest sind. Das dauert bei frischen Bohnen etwa 15 Minuten, bei tiefgefrorenen (die meist schon blanchiert sind) evtl. entsprechend kürzer – siehe Angabe auf der Packung.

Die Hafersahne und den Sojajoghurt mit einem Schneebesen vorsichtig verrühren, in einem kleinen Topf aufkochen und etwas einkochen lassen. Dabei nur vorsichtig mit dem Löffel rühren. Die Maisstärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und hinzufügen, aufkochen lassen, damit die Soße andickt. Mit Senf, Salz und Pfeffer würzen und die Blättchen vom Thymian zugeben.

Bohnen abtropfen lassen, zur Soße geben und  mischen. Noch etwas durchziehen lassen und dann servieren.

Dazu passen Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Reis.