Archiv für den Monat April 2014

Zitronen-Spritzgebäck zum Kaffee

Mögt ihr auch so gern etwas Süßes zum Kaffee? Ich spreche jetzt nicht von einem Stück Kuchen oder Torte, sondern von der Tasse Kaffee zwischendurch, zu der am besten ein Stück Schokolade oder eben ein kleiner Keks passt. Nur ganz klein, nicht zu viel. Im Café bekommt man ja häufig Amarettini (nicht vegan) oder Karamellkekse (vegan) dazu. Letztens waren selbstgebackene kleine Spritzgebäck-Kekse dabei. Ich fand das eine tolle Idee (auch wenn ich leider verpasst habe zu fragen, ob die jetzt vegan sind). Jedenfalls brachte mich das auf die Idee, so etwas für zu Hause nachzubacken.

Ich habe dafür ein Spritzgebäckrezept für Weihnachtsplätzchen zweckentfremdet. Einfach etwas mehr Zitrone und weniger Vanille dazu, und schon schmeckt das Ganze nicht mehr weihnachtlich, sondern schön sommerlich-frisch.

Und so gibt es bei mir zu Hause zur Tasse Kaffee nun für jeden ein kleines Zitronen-Kekschen 🙂

Zitronen-Spritzgebäck

Zitronen-Spritzgebäck (ca. 50 kleine Kekse)

100 g pflanzliche Margarine
25 g Erdnussmus fein
60 g Rohrzucker
1 Messerspitze gemahlene Vanille
3 Teelöffel Zitronenschale
175 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
30 – 50 ml Pflanzenmilch

Margarine, Erdnussmus, Zucker und Vanille schaumig rühren. Mehl, Backpulver, Zitronenschale und Pflanzenmilch zugeben und unterrühren, bis ein geschmeidiger, aber nicht zu weicher Teig entsteht. Je fester der Teig ist, desto weniger zerlaufen die Kekse beim Backen; desto schwerer ist es aber auch, den Teig durch den Spritzbeutel zu bekommen.

Backofen auf 170 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

Mit einem Spritzbeutel (Sterntülle) kleine Tupfen aufs Blech spritzen und im vorgeheizten Backofen 15 bis 20 Minuten backen.

Auskühlen lassen und gut verschlossen in einer Dose aufbewahren.

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Veganes Osterwichteln

Ich war in diesem Jahr zum ersten Mal bei Twoodledrums veganem Osterwichteln dabei.

osterwichteln

Schon das Packen und Verschicken des Päckchens hat mir riesigen Spaß gemacht. Und natürlich war ich mindestens genauso gespannt auf mein eigenes Päckchen, das letzten Mittwoch ankam. Mehr als vorsichtiges Schütteln (da klappert etwas!) war da aber noch nicht drin, ich wartete geduldig (na gut – mehr oder weniger…), bis es endlich Ostern wurde.

Osterwichteln

Heute nach dem Brunch war es soweit – ich durfte das Päckchen öffnen. Und was da nach und nach zum Vorschein kam, hat mich einfach nur begeistert!

OsterwichtelnOsterwichteln

Im Päckchen war ein Körbchen mit:
– selbstgebastelten Armbändern
– Ohrringen
– einem selbstgestrickten, fluffigen Schal
– einem Schnittlauch-Töpfchen zum Selberziehen
– einem Fläschchen Zitronenöl
– Hamburger Bio-Fairtrade Kaffee
– einem süßen gebastelten Osterhasen
– einem Osterkärtchen
… und das alles in meinen Lieblingsfarben türkis, blau, grün, violett 🙂

Vielen, vielen Dank, liebe Valerie, für das liebevoll zusammengestellte Osternest! Die Sachen sind wirklich toll und passen gut zu mir 🙂

Danke auch an die liebe Carola von Twoodledrum fürs Organisieren des Osterwichtelns.

Ich wünsche euch allen frohe, entspannte Ostertage 🙂

Rhabarberkuchen

Ich kenne Rhabarberkuchen von früher her hauptsächlich auf zwei Arten: Entweder mit Baiserguss – das geht eher schlecht in vegan. Oder aber mit Quarkguss, ähnlich wie Käsekuchen. Diese Variante war mir schon immer lieber und lässt sich auch toll vegan backen, indem man Quark und Joghurt durch Seidentofu und Sojajoghurt ersetzt.

Für einen etwas frischeren Geschmack habe ich Sojajoghurt mit der Geschmacksrichtung Limette-Melisse verwendet. Dieser lässt sich auch durch Natur-Sojajoghurt ersetzen, wenn man stattdessen etwas mehr Zitronensaft und/oder Zitronenschale nimmt.

Der Kuchen ist superschnell gebacken und schmeckt am besten ganz frisch.

Rhabarberkuchen

Rhabarberkuchen (für eine Auflaufform – 20 x 30 cm)

Teig
190 ml Sojamilch
3 Teelöffel Apfelessig
90 ml Rapsöl
165 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln
3 Esslöffel Speisestärke
1,5 Esslöffel Lupinenmehl (alternativ Sojamehl)
3/4 Teelöffel Natron
1,5 Teelöffel Backpulver
90 g Zucker
1 Teelöffel gemahlene Vanille
1 Prise Salz

Belag
500 g Rhabarber

Guss
400 g Seidentofu
150 g Sojajoghurt Limette-Melisse
1 Packung Puddingpulver Vanille
2 Esslöffel Zitronen- oder Limettensaft
60 g Zucker
2 Teelöffel Zitronenschale
25 ml Rapsöl

Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Backform mit Backpapier auslegen.

Den Rhabarber schälen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden.

Für den Guss alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab gut durchmixen, bis eine homogene Masse entsteht.

Für den Teig die Sojamilch mit dem Apfelessig vermischen und einige Minuten stehen lassen, bis die Sojamilch gerinnt. In der Zwischenzeit die restlichen Teigzutaten in einer Schüssel mischen.

Rapsöl zur Sojamilch geben und alles gut verquirlen, bis die Mischung etwas dickflüssig wird. Alles zu den trockenen Teigzutaten geben und mit einem Löffel zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig in der Backform glatt streichen, die Rhabarberstücke darauf verteilen und alles mit dem Guss bedecken. 45 bis 50 Minuten backen, danach im ausgeschalteten, geöffneten Backofen abkühlen lassen.

Cappuccino-Cupcakes

Habe ich schon irgendwo erwähnt, wie sehr ich Kaffee liebe? Gebt mir Kaffee, und der Tag wird gut. Gebt mir keinen Kaffee, und ich werde so lange herumraunzen, bis ich welchen bekomme. Ich mag den Geschmack ebenso wie die aufmunternde Wirkung. Und natürlich mag ich auch alles, was irgendwie Kaffeegeschmack hat, bei Süßigkeiten ebenso wie bei Gebäck aller Art.

Besser als Kaffee allein ist nur noch Kaffee in Kombination mit Schokolade. Deshalb haben meine Cappuccino-Cupcakes unter dem Topping aus Espresso und Sahne eine schokoladige Grundlage bekommen. Die Cupcakes sind sojafrei, können aber natürlich auch mit Sojamilch und/oder Sojasahne nachgebacken werden. Je nach Geschmack kann bei der Creme das Mischungsverhältnis von Espresso und Pflanzenmilch variiert werden. Für eine schokoladige Kaffeecreme einfach statt Vanillepudding Schokoladenpudding verwenden. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Ich habe die Cupcakes als „Kostproben“ im Miniformat gebacken. Sie gehen aber genauso im normalen Cupcakes-Format.

Cappuccino-Cupcakes

Cappuccino-Cupcakes (12 große oder ca. 30 kleine)

Teig
240 ml Dinkel-Mandel-Milch (oder andere Pflanzenmilch)
1 Teelöffel Apfelessig
150 g Zucker
80 ml neutrales Pflanzenöl
1 TL gemahlene Vanille
125 g Mehl
45 g Kakaopulver
3/4 Teelöffel Natron
1/2 Teelöffel Backpulver
1/4 Teelöffel Salz

Kaffeecreme
200 ml Espresso, kalt
250 ml Dinkel-Mandel-Milch
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
3 – 4 Esslöffel Zucker
200 ml aufschlagbare Kokossahne, gut gekühlt
1 Beutel Sahnesteif

Schokostreusel zum Bestreuen

 

Backofen vorheizen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze). Muffinförmchen vorbereiten.

Pflanzenmilch, Apfelessig, Zucker und Öl in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen schaumig rühren.

In einer anderen Schüssel Mehl, Vanille, Kakaopulver, Natron, Backpulver und Salz vermischen. Die Mischung zu den vorher vermischten Zutaten geben und mit dem Schneebesen so lange rühren, bis keine allzu großen Klumpen mehr vorhanden sind. Nicht zu lange rühren, es dürfen ruhig kleinere Klümpchen bleiben.

Den Teig auf die Förmchen verteilen und im Ofen auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten (große Muffins) bzw. 15 Minuten (kleine Muffins) backen (Stäbchenprobe!). Die fertigen Muffins gut abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf dem Rost komplett abkühlen lassen.

Für die Kaffeecreme den Espresso mit der Pflanzenmilch mischen. Von der Mischung etwa 50 ml abnehmen und diese mit dem Puddingpulver und dem Zucker vermischen. Die restliche Flüssigkeit einmal aufkochen, Topf von der Herdplatte nehmen, das angerührte Puddingpulver hineingeben und nochmals aufkochen. Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dabei immer wieder mit dem Schneebesen durchrühren, damit keine Haut entsteht.

Die Kokossahne mit Sahnesteif mit dem Handrührgerät für zwei Minuten auf höchster Stufe aufschlagen. Zum Pudding geben und portionsweise vorsichtig unterheben. Die Creme mit dem Spritzbeutel auf die Muffins verteilen und diese kühl stellen, bis die Creme fest ist.

Vor dem Servieren mit Schokostreuseln verzieren.

Mohn-Marzipan-Konfekt

Eigentlich ist es fast zu einfach, um es „Rezept“ zu nennen. Vorenthalten möchte ich es euch trotzdem nicht, dafür ist es wiederum zu lecker.

Die Idee ist von Alnatura, dort gibt es bei den Ostersüßigkeiten ein Mohn-Marzipan-Konfekt, leider mit weißer Milchschokolade. Da ich für alles, was Mohn enthält, empfänglich bin, habe ich nach einem Blick auf die Zutatenliste versucht, das Konfekt mit veganer weißer Schokolade nachzubauen. Ich weiß zwar nicht, wie nahe ich damit geschmacklich ans Original gekommen bin, aber das Konfekt schmeckt sehr gut und eignet sich prima als kleines Ostergeschenk.

Mohn_Marzipan_Konfekt

Mohn-Marzipan-Konfekt (ca. 50 Stück)

200 g Marzipan-Rohmasse
50 g Mohn, gemahlen
1/2 Teelöffel Zitronenschale
150 g vegane weiße Schokolade

Die Marzipan-Rohmasse mit dem Mohn und der Zitronenschale verkneten. Zu Rollen formen und diese mit einer Teigkarte in eine eckige Form bringen. Mit einem Messer in Würfel schneiden.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Mohn-Marzipan-Würfel hineintauchen und mit einer Kuchengabel so lange wenden, bis sie von allen Seiten mit Schokolade bedeckt sind. Auf einem mit Alufolie ausgelegten Teller so lange in den Kühlschrank stellen, bis die Schokolade fest ist. Kühl lagern (oder schnell wegnaschen).