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Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree

Schon länger wollte ich schwarze Bohnen ausprobieren. Interessant daran finde ich, dass man damit nicht nur die geläufigen Bohnengerichte mit Gemüse etc. zubereiten kann, sondern sie auch für Süßspeisen oder zum Beispiel für Kekse verwenden kann. Irgendwie kam ich aber nie dazu oder vergaß schlicht, welche zu kaufen, wenn ich im Bioladen war. Bis gestern. Da fand die erste Packung schwarze Bohnen den Weg in meine Küche. Und da ich immer neugierig bin, wenn etwas Neues in der Küche herumsteht, habe ich mir gleich ein Rezept dazu überlegt.

Die Kombination aus Mais und Bohnen geht immer, also musste Mais mit ans Bohnengemüse. Und da die Gemüseauswahl jahreszeitlich bedingt etwas eingeschränkt ist, kamen ansonsten noch etwas Lauch und Karotten dazu.

Kartoffelpüree ist immer schon eine meiner Lieblingsbeilagen. Eines der Gerichte, die ich buchstäblich essen könnte, bis ich platze. Wenn man mir die Schüssel nicht rechtzeitig wegnimmt, ist sie leer – egal, wie viel Püree da vorher drin war. Und da der milde Winter auch unsere Kräuter auf der Terrasse verschont hat, gab es zum Bohnengemüse ein Kartoffelpüree mit frischen Kräutern.

SchwarzeBohnen

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree (für 2 Personen)

Schwarze-Bohnen-Gemüse
100 g trockene schwarze Bohnen
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
1/2 Teelöffel Pfefferkörner
1/2 Chilischote (oder mehr bzw. weniger, je nach gewünschter Schärfe)
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1 Esslöffel Olivenöl
2 Karotten
75 g Mais
50 g Sojajoghurt, ungesüßt
30 g Tomatenmark
Salz
Pfeffer

Kartoffelpüree
400 g Kartoffeln, (vorwiegend) festkochend (ich habe nur solche im Haus – klappt hervorragend mit dem Püree)
100 ml Sojamilch
20 g pflanzliche Margarine
2 Esslöffel Kräuter, frisch oder tiefgekühlt (z. B. Thymian, Rosmarin, Pimpinelle, Petersilie, Schnittlauch…)
Salz
Muskatnuss

Die schwarzen Bohnen (am besten über Nacht) in Wasser einweichen. Das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen etwa eine Stunde (oder etwa 25 Minuten im Schnellkochtopf) weichkochen. Abgießen und abtropfen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. In einem Topf mit Wasser etwa 30 Minuten weichkochen (lieber etwas länger als zu kurz, denn wir möchten ja Püree daraus machen). Oder auch hier den Schnellkochtopf verwenden: Dann sind es etwa zehn Minuten.

Lauch putzen und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Gewürze zusammen im Mörser zerstoßen (wer keinen Mörser hat, kann natürlich auch gemahlene Gewürze verwenden). Sojajogurt mit Tomatenmark mischen. Kräuter für das Püree fein hacken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Gewürze dazugeben und eine bis zwei Minuten mitbraten. Den Lauch und die Karottenwürfel zugeben und ebenfalls mitbraten, bis die Karotten etwas weicher werden. Dann den Knoblauch zugeben und ebenfalls etwas mitbraten lassen. Danach die Hitze reduzieren und die gekochten Bohnen sowie den Mais zufügen und untermischen. Zuletzt die Sojajoghurt-Tomatenmark-Mischung unterheben und das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse bei kleinster Hitze warm stellen.

Die Sojamilch erwärmen (sie sollte lauwarm sein). Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, mit der Margarine und der Sojamilch in eine Schüssel geben und zerstampfen. Kräuter zugeben und mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Passend zur Jahreszeit heute nochmals ein Rezept für Wintergemüse – diesmal sind es Gelbe Bete.

Gelbe Bete? Die kannte ich bis vor ein paar Monaten auch noch nicht. Ich kannte nur die rote Version, bis ich im Herbst bei meinen lokalen Gemüsehändlerinnen auf die gelben Knollen stieß. Zubereiten kann man sie wie ihre roten Verwandten, vom Geschmack her sind sie ebenfalls nicht sehr unterschiedlich.

Für mich liegt der entscheidende Vorteil in der Farbe: Gerade, wenn die Knollen roh geschält werden müssen, sieht es bei Roter Bete in meiner Küche gern mal nach einem Blutbad aus, und an den Fingern hält die rote Farbe auch sehr gut. Hier ist die gelbe Version doch deutlich dankbarer in der Verarbeitung.

Gelbe Bete

So sehen die Gelben Bete im „Urzustand“ aus…

Gelbe Bete_geschält

… und so sehen sie aus, wenn sie geschält sind.

Der süßliche Geschmack der Gelben Bete harmoniert gut mit den ebenso etwas süßlichen Kidneybohnen. Die Schärfe von Chilischoten und Cayennepfeffer bildet dazu einen schönen Kontrast, und der frische Dip ergänzt das Ganze zu einem leckeren Wintergericht.

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen (2 Portionen)

Dip:
170 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel Schnittlauch, fein gehackt (frisch oder tiefgekühlt)
1 Teelöffel Balsamico
1/2 Teelöffel Ahornsirup
1/2 Teelöffel süßes Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Alle Zutaten gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gelbe-Bete-Pfanne
2 Gelbe Bete (ca. 600 g) – alternativ gehen natürlich auch Rote Bete 🙂
400 g Kartoffeln
1 Dose (240 g) Kidneybohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Chilischote (frisch oder getrocknet) nach Geschmack
2 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Sesam
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

Kartoffeln und Gelbe Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch  schälen und fein hacken. Chillischote ebenfalls fein hacken. Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Olivenöl mit der feingehackten Chilischote in einer Pfanne erhitzen und als erstes die Kartoffelwürfel unter häufigem Wenden etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Danach Gelbe Bete und Zwiebel zugeben und etwa 10 bis 15 Minuten mitbraten, dabei den Deckel auf die Pfanne legen. Immer wieder umrühren. Wenn alles weich, aber noch bissfest ist, den Knoblauch zugeben und noch etwas mitbraten. Die abgetropften Kidneybohnen unterrühren, mit erhitzen und alles mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Zuletzt den Sesam zufügen und vorsichtig unterheben.