Archiv für den Monat Februar 2014

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree

Schon länger wollte ich schwarze Bohnen ausprobieren. Interessant daran finde ich, dass man damit nicht nur die geläufigen Bohnengerichte mit Gemüse etc. zubereiten kann, sondern sie auch für Süßspeisen oder zum Beispiel für Kekse verwenden kann. Irgendwie kam ich aber nie dazu oder vergaß schlicht, welche zu kaufen, wenn ich im Bioladen war. Bis gestern. Da fand die erste Packung schwarze Bohnen den Weg in meine Küche. Und da ich immer neugierig bin, wenn etwas Neues in der Küche herumsteht, habe ich mir gleich ein Rezept dazu überlegt.

Die Kombination aus Mais und Bohnen geht immer, also musste Mais mit ans Bohnengemüse. Und da die Gemüseauswahl jahreszeitlich bedingt etwas eingeschränkt ist, kamen ansonsten noch etwas Lauch und Karotten dazu.

Kartoffelpüree ist immer schon eine meiner Lieblingsbeilagen. Eines der Gerichte, die ich buchstäblich essen könnte, bis ich platze. Wenn man mir die Schüssel nicht rechtzeitig wegnimmt, ist sie leer – egal, wie viel Püree da vorher drin war. Und da der milde Winter auch unsere Kräuter auf der Terrasse verschont hat, gab es zum Bohnengemüse ein Kartoffelpüree mit frischen Kräutern.

SchwarzeBohnen

Schwarze-Bohnen-Gemüse mit Kräuterpüree (für 2 Personen)

Schwarze-Bohnen-Gemüse
100 g trockene schwarze Bohnen
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel
1/2 Teelöffel Pfefferkörner
1/2 Chilischote (oder mehr bzw. weniger, je nach gewünschter Schärfe)
1/2 Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1 Esslöffel Olivenöl
2 Karotten
75 g Mais
50 g Sojajoghurt, ungesüßt
30 g Tomatenmark
Salz
Pfeffer

Kartoffelpüree
400 g Kartoffeln, (vorwiegend) festkochend (ich habe nur solche im Haus – klappt hervorragend mit dem Püree)
100 ml Sojamilch
20 g pflanzliche Margarine
2 Esslöffel Kräuter, frisch oder tiefgekühlt (z. B. Thymian, Rosmarin, Pimpinelle, Petersilie, Schnittlauch…)
Salz
Muskatnuss

Die schwarzen Bohnen (am besten über Nacht) in Wasser einweichen. Das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen etwa eine Stunde (oder etwa 25 Minuten im Schnellkochtopf) weichkochen. Abgießen und abtropfen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. In einem Topf mit Wasser etwa 30 Minuten weichkochen (lieber etwas länger als zu kurz, denn wir möchten ja Püree daraus machen). Oder auch hier den Schnellkochtopf verwenden: Dann sind es etwa zehn Minuten.

Lauch putzen und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken, Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Gewürze zusammen im Mörser zerstoßen (wer keinen Mörser hat, kann natürlich auch gemahlene Gewürze verwenden). Sojajogurt mit Tomatenmark mischen. Kräuter für das Püree fein hacken.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Gewürze dazugeben und eine bis zwei Minuten mitbraten. Den Lauch und die Karottenwürfel zugeben und ebenfalls mitbraten, bis die Karotten etwas weicher werden. Dann den Knoblauch zugeben und ebenfalls etwas mitbraten lassen. Danach die Hitze reduzieren und die gekochten Bohnen sowie den Mais zufügen und untermischen. Zuletzt die Sojajoghurt-Tomatenmark-Mischung unterheben und das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse bei kleinster Hitze warm stellen.

Die Sojamilch erwärmen (sie sollte lauwarm sein). Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen, mit der Margarine und der Sojamilch in eine Schüssel geben und zerstampfen. Kräuter zugeben und mit Salz und Muskatnuss abschmecken.

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Frühlings-Cupcakes

Ich wage es ja fast nicht zu hoffen… aber vielleicht entgehen wir dem Winter in diesem Jahr tatsächlich. Wenn ich nämlich irgendetwas nicht brauche, dann ist es Kälte und Schnee mit sämtlichen Begleiterscheinungen wie kalte Füße, laufende Nase, matschig-feuchte Tage und so weiter und so fort. Und wer mir jetzt kommt mit dem Satz: „Aber so ein richtig schöner Wintertag mit Schnee und blauem Himmel…“, dem muss ich leider entgegnen, dass
1.) in unseren Breitengraden solche Tage ungefähr zwei- bis dreimal pro Winter vorkommen – wenn überhaupt – und
2.) ich von solchen Tagen auch nicht viel habe, weil die damit verbundenen Minustemperaturen dafür sorgen, dass ich mich nach ein paar Minuten im Freien zurücksehne nach meiner warmen Wohnung, einer Tasse Tee und meiner Wärmflasche.

Ja, ich bin ein Sommerkind und lebe im Grunde genommen erst so richtig auf, wenn die Temperaturen auf 25 °C und höher steigen. Ganz so weit waren wir heute zwar noch nicht – aber hey, 17 °C ist zumindest schon einmal eine Vorahnung. Und Fahrradfahren ist auch erst wieder so richtig schön ohne dicke Jacke, Handschuhe und Mütze.

Morgen soll es zwar schon wieder regnerischer werden, aber wie gesagt… Vielleicht haben wir Glück, und der Winter bleibt uns in diesem Jahr erspart. Ich jedenfalls hätte nichts dagegen, wenn wir von jetzt an in großen Schritten in Richtung Frühling gehen würden.

Passend zum Frühlingswetter habe ich heute Cupcakes mit Kokosteig und einer frischen Zitronen-Vanille-Creme gemacht.

Frühlingscupcakes

Frühlings-Cupcakes (ca. 9 Stück)

für den Teig:
2 Esslöffel Sojamehl
100 ml Wasser
100 g pflanzliche Margarine (Zimmertemperatur)
100 g Rohrohrzucker
190 g Mehl
40 g Kokosraspel
4 Teelöffel Backpulver
4 Esslöffel Mineralwasser mit Kohlensäure

für die Creme:
300 g aufschlagbare Sojasahne (gut gekühlt)
1 Packung Puddingpulver Vanille
2 Esslöffel Zucker
500 ml Sojamilch
ca. 50 bis 75 ml Zitronensaft (je nach Geschmack)

zum Bestreuen:
gehackte Pistazien, Schokoladenraspel oder Kokosflocken

Für den Teig das Sojamehl mit dem Wasser verrühren und beiseite stellen. Die weiche Margarine mit dem Zucker schaumig rühren, dann die Sojamehl-Wasser-Mischung hinzufügen und nochmals gut rühren.

Mehl, Kokosraspel und Backpulver vermischen und unterheben. Zuletzt das Mineralwasser hinzufügen.

In Muffinförmchen füllen und bei 175 °C Umluft ohne Vorheizen etwa 20 bis 30 Minuten backen. Lieber öfter kontrollieren, damit sie nicht anbrennen.

Für die Creme aus dem Puddingpulver mit Zucker und Sojamilch nach Packungsanleitung einen Pudding kochen. Etwas abkühlen lassen (dabei immer wieder rühren), dann den Zitronensaft hinzufügen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Die Sojasahne in einen hohen Behälter geben und mit dem Handrührer auf höchster Stufe für 2 Minuten aufschlagen. Dann den Pudding hinzugeben und vorsichtig unterrühren. Gegebenenfalls noch mit etwas Zitrone und/oder Zucker abschmecken.

Die Creme mit dem Spritzbeutel auf die ausgekühlten Muffins spritzen. Wer möchte, kann die Cupcakes noch mit gehackten Pistazien, Schokoladenraspeln oder Kokosflocken bestreuen. In den Kühlschrank stellen, bis die Creme fest wird.

Spätzle – eine Liebeserklärung

Spätzle gehen immer. Spätzle passen zu allem. Ob als Krautspätzle oder als Spätzlepfanne mir verschiedenem Gemüse – oder so wie hier ganz klassisch mit Linsen. Wichtig ist nur: Selbstgemacht müssen sie sein.

Merkt man, dass ich Schwabe bin und quasi mit Spätzle großgezogen wurde?

Gelernt habe ich das Spätzlemachen von meiner Mutter. Ohne Rezept – die einzige Vorgabe war: pro Person ein Ei. Dazu kam so viel Mehl, Wasser und etwas Salz, bis sich der Teig „richtig“ anfühlt.

Zum Glück kann man richtig gute Spätzle auch ganz ohne Ei herstellen. Als Bindemittel verwende ich entweder Kürbispüree oder Lupinenmehl. Beides hat noch den angenehmen Nebeneffekt, dass die Spätzle schön gelb werden.

Mittlerweile wiege ich immerhin das Mehl ab. Bei der Konsistenz des Teiges verlasse ich mich nach wie vor auf mein Gefühl. Ich habe aber versucht, die Mengen im Rezept doch einigermaßen anzugeben.

Die Linsen mache ich – anders als im traditionellen Rezept – ohne Mehlschwitze, sondern nur mit etwas Karotte und Sellerie. So kommen der Geschmack der Linsen und der Essig (ja, ich mag die Linsen gerne gut sauer) besser zur Geltung.

Und natürlich gehören normalerweise noch Saitenwürste (auch Wiener Würstchen bzw. Wienerle genannt) dazu. Wer möchte, kann also gern entsprechende vegane Würstchen dazu essen. Bei uns gibts es die meistens nicht – so bleibt mehr Platz für Linsen und Spätzle 🙂

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Spätzle mit Linsen (2 Portionen)

Für die Linsen:
150 g braune Linsen
1 Zwiebel
1 Karotte
1 Stück Sellerie (ca. 100 g)
1 Esslöffel Rapsöl
Gemüsebrühe
Weißweinessig
Salz

Für die Spätzle:
200 g Mehl (wenn möglich Spätzlemehl, aber normales Mehl geht natürlich auch)
2 Esslöffel Lupinenmehl
4 Esslöffel Wasser
1 knapper Teelöffel Salz
160 bis 200 ml Wasser (lieber etwas weniger als zu viel)

Die Linsen gut abspülen, mit 450 ml kaltem Wasser im Topf aufsetzen und 30 bis 45 Minuten kochen, bis sie weich sind. Alternativ im Schnellkochtopf in 11 Minuten weichkochen.

Währenddessen den Teig für die Spätzle herstellen: Lupinenmehl mit den 4 Esslöffeln Wasser verrühren. Die Mischung mit Mehl, Salz und Wasser zu einem zähen Teig vermischen (geht am besten in der Küchenmaschine mit Knethaken). Der Teig ist dann richtig, wenn er sich mit einem Löffel wie Kaugummi nach oben ziehen lässt. Wenn der Teig zu weich ist, werden die Spätzle zu groß und zu wenig bissfest! Den Teig etwa 10 Minuten quellen lassen.

Spätzleteig

So ist der Spätzleteig richtig: schön zäh und nicht zu weich.

Zwiebeln, Karotte und Sellerie klein würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln sowie das Gemüse hinzufügen und dünsten, bis alles weich ist, aber noch Biss hat. Dann die Linsen hinzufügen, mit Gemüsebrühe aufgießen und mit Essig und Salz abschmecken. Bei kleiner Hitze  noch etwas ziehen lassen.

Jetzt in einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, Salz zufügen. Dann den Teig ins kochende Wasser hobeln, schaben, pressen – oder was auch immer dein bevorzugtes Werkzeug dafür ist. Ich komme aus dem bayerischen Teil Schwabens – daher ist mein Werkzeug der Wahl der Spätzlehobel.

Spätzlehobel

Mein Spätzlehobel – einer der ersten und wichtigsten Bestandteile meiner „Aussteuer“ ^^

Ja, ich weiß – meine so hergestellten Spätzle würden in Württemberg  bestenfalls als „Knöpfle“ durchgehen ^^ Aber für mich sind es nun mal Spätzle.

Mit dem Spätzlehobel hoble ich den Teig direkt ins kochende Wasser. Zwischendurch umrühren und immer weiterhobeln, bis der Teig verbraucht ist.

Spätzlehobel

Spätzleteig in den Trichter einfüllen…

Spätzle

… und durch Hin- und Herbewegen auf dem Hobel durch die Löcher ins kochende Wasser pressen. Das darf ruhig anstrengend sein – dann ist der Teig richtig und nicht zu weich.

Am Ende das Ganze noch einmal aufkochen und die Spätzle durch ein Sieb abgießen. (Korrekterweise fischt man sie mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser. So etwas hatte ich aber noch nie, und es geht auch wunderbar ohne.) Nach Geschmack noch etwas pflanzliche Margarine und Salz zugeben.

Wichtig: Das verwendete Geschirr und Besteck am besten direkt mit kaltem Wasser und einer Spülbürste wieder vom verwendeten Geschirr und Besteck abwaschen oder die Sachen zumindest in kaltem Wasser einweichen. Nicht stehen lassen – dann trocknet der Spätzleteig schnell an – und auch kein heißes Wasser dafür verwenden – dann wird er fest und lässt sich nur noch schwer entfernen.

Spätzle zusammen mit den Linsen im tiefen Teller anrichten und genießen – und sich fühlen wie der Schwabe im Himmel 🙂

Remember Chile…

Während meines Studiums habe ich ein Urlaubssemester in Chile verbracht und dort in einem Sozialprojekt gearbeitet. Das war ziemlich zu Anfang meiner vegetarischen Zeit, und es war dort nicht immer ganz einfach, vegetarisches Essen zu bekommen. Ich erinnere mich noch, wie ich beim Imbiss gefragt wurde, ob ich das vegetarische Gericht mit Thunfisch oder mit Hühnchen haben möchte 😉 Da ich aber meistens für mich selbst kochte, war es letztendlich kein großes Problem, auch dort vegetarisch zu essen.

Ich hatte damals mit mir selbst abgemacht, dass ich zumindest die typischen Gerichte dort probieren würde, auch wenn diese mit Fleisch zubereitet waren. So kam ich in den Genuss von Completos, Cazuela und Pastel de choclo. Hierbei handelt es sich um einen Auflauf aus Hackfleisch, manchmal zusätzlich Hähnchenfleisch und Maisbrei, für den – so scheint es – jede Familie ihr eigenes Rezept hat.

Mein Aufenthalt in Chile ist nun genau zehn Jahre her, daher denke ich gerade öfter an diese Zeit zurück. Und als Genießerin, die ich nun mal bin, natürlich auch an das Essen, das ich dort hatte. Warum bin ich eigentlich nicht früher auf die Idee gekommen, ein paar chilenische Gerichte nachzukochen? Höchste Zeit für ein Remember-Chile-Abendessen!

Für die vegane Version des Pastel de choclo habe ich den Pino (die Hackfleischmasse) mit Sojaschnetzeln hergestellt. Anstelle des Hähnchenfleischs kommen gebratene Austernpilze in den Auflauf, und die Eier habe ich durch gekochte Kartoffeln ersetzt. In der Originalversion kommen neben den Oliven auch Rosinen an die Hackfleischmasse – diese habe ich weggelassen, weil wir beide nicht wirklich Rosinen in deftigen Gerichten mögen. Wer es aber mag, bitte gern verwenden, dann ist es noch näher am Original.

Als Nachtisch habe ich Alfajores gebacken – mit selbstgemachtem Manjar (die chilenische Bezeichnung für Dulce de leche – Milchkaramell). Alfajores sind typische südamerikanische Kekse, und Chile streitet sich hier (wie so oft) mit Argentinien darum, wo es die besten gibt. Beim Teig habe ich anstelle der Eier Sojamehl verwendet, und beim Manjar kann man beim verbreiteten Rezept (1 Liter Milch auf 250 g Zucker) die Kuhmilch 1 : 1 durch Sojamilch ersetzen. Ob andere Pflanzenmilch auch geht, weiß ich nicht, werde ich aber bei Gelegenheit testen.

Insgesamt kann ich nach zehn Jahren natürlich nicht mehr sagen, wie nah die Gerichte am Original sind. Aber sie schmeckten sehr gut und machen Lust auf mehr 🙂 Wer weiß, vielleicht gibts demnächst hier ein Rezept für Empanadas…

Pastel de choclo - ganz vegan!

Pastel de choclo – ganz vegan!

Pastel de choclo (2 bis 3 Portionen)

Pino („Hackfleisch“masse)
100 g Sojaschnetzel fein
400 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Olivenöl
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1/2 getrocknete Chilischote (alternativ Chilipulver)
50 g Oliven
(nach Wunsch 50 g eingeweichte Rosinen)
1 Teelöffel Kreuzkümmel
2 Esslöffel Sojamilch
Salz
Pfeffer

Die Sojaschnetzel mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen und 15 Minuten stehen lassen. Währenddessen die Zwiebeln, den Knoblauch und die Chilischote fein hacken, die Oliven in Scheiben oder Stückchen schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Chili dazugeben, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten. Die abgetropften Sojaschnetzel dazugeben und mitbraten. Oliven, Gewürze und Sojamilch hinzufügen (wer möchte, kann noch Rosinen dazugeben) und etwas weiterköcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.

Die Masse in eine gefettete Auflaufform füllen und etwas festdrücken. Bei 120 °C im Backofen warm halten.

dazwischen
4 mittelgroße gekochte Kartoffeln
250 g Austernpilze
1 Esslöffel Olivenöl
Salz
Pfeffer

Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden und auf der Sojaschnetzelmasse verteilen.

Austernpilze in mundgerechte Stücke schneiden, in Olivenöl  gut anbraten. Salzen, pfeffern und auf die Kartoffeln geben.

Maisbrei
300 g Mais (tiefgekühlt oder aus dem Glas/Dose)
100 ml Sojamilch
1 TL Salz
1 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Basilikum

1 Teelöffel Rohrohrzucker

(Aufgetauten) Mais, Sojamilch und Salz im Mixer pürieren. Mit dem Olivenöl in einem Topf braten, bis das Ganze eine deutlich dickere Konsistenz annimmt. Ständig rühren, die Masse brennt leicht an!

Basilikum unterrühren und Maisbrei auf dem Auflauf verteilen. Zucker darüberstreuen.

Im Backofen bei 200 °C etwa 20 Minuten überbacken, danach auf 220 °C hochschalten und nochmals 5 bis 10 Minuten backen, bis die Maismasse eine schöne Kruste hat.

Vor dem Servieren 5 bis 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit der Auflauf etwas abkühlt und fester wird.

Manjar (Dulce de leche)

500 ml Sojamilch
125 g Rohrohrzucker
1 Teelöffel gemahlene Vanille

Alle Zutaten in einen Topf geben, gut verrühren, aufkochen lassen und dann so lange bei mittlerer bis kleiner Hitze vor sich hinköcheln lassen, bis die Masse etwa die Konsistenz von Pudding hat – das dauert in etwa eine Stunde. Während der ganzen Zeit immer wieder umrühren und die Hitze langsam reduzieren, je weniger und dicker die Masse wird. Die fertige Masse vom Herd nehmen und in ein Glas füllen. Abkühlen lassen – sie wird dann nochmals fester.

Die Hälfte dieser Menge reicht für die unten beschriebene Menge Alfajores. Wer es also nur dafür braucht, halbiert einfach die Mengen (oder verdoppelt die Anzahl der Kekse ^^). Ansonsten lässt sich der „Rest“ wunderbar als Brotaufstrich, Kuchenfüllung oder für alle möglichen süßen Speisen (Milchreis etc.) verwenden. Am besten in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

alfajores

Alfajores ❤

Alfajores (ca. 12 Stück)

60 g pflanzliche Margarine
50 g Zucker
1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
1 Esslöffel Sojamehl, angerührt mit 2 Esslöffeln Wasser
85 g Mehl
60 g Maisstärke
1/2 Teelöffel Backpulver
nach Wunsch Kokosraspel oder Zartbitterglasur

Margarine mit Zucker, Vanille und dem angerührten Sojamehl schaumig schlagen. Die trockenen Zutaten nach und nach hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Der Teig ist eher bröselig – eventuell noch etwas mehr Margarine zugeben. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Teig auf etwa 1/2 cm Dicke ausrollen und Kreise ausstechen (zum Beispiel mit einer Plätzchenform oder einem Glas  – ich habe ein Sektglas verwendet). Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 10 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, dann jeweils ein Plätzchen mit Manjar bestreichen und ein zweites darauf setzen. Eventuell auch die Außenseite mit etwas Manjar bestreichen und in Kokosraspeln wälzen; alternativ die komplett ausgekühlten und gefüllten Alfajores mit Zartbitterglasur überziehen.

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße

Grüne Bohnen liebe ich schon immer in allen Variationen. Egal ob als Bohnensuppe mit Spätzle nach altem Familienrezept, als Salat oder einfach als Bohnengemüse zum Kartoffelpüree – ich könnte grüne Bohnen jeden Tag essen. Da war natürlich die Variante mit Senf-Thymian-Soße, die mein Mann sozusagen mit in die Beziehung gebracht hat, mehr als willkommen. Schmeckt toll im Sommer mit frischen Bohnen, aber auch jetzt im Winter mit gefrorenen Bohnen. Dann ist es sogar ein noch schnelleres Essen, weil wir uns das Putzen der Bohnen sparen und die gefrorenen auch nicht so lang gekocht werden müssen. Thymian gibt es zum Glück das ganze Jahr frisch auf der Terrasse 🙂

Aktualisierung (04.05.2014): Als ich das Rezept gestern wieder einmal gekocht habe, hat die Mischung aus Sojamilch und Sojajoghurt furchtbar geflockt. Woran es lag, kann ich nicht sagen – das ist mir vorher noch nie passiert. Ich habe die Soße dann aus Hafersahne und Sojajoghurt neu gekocht und aktualisiere das auch mal im Rezept.

Bohnen_Senf_Thymian

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße – heute gab es Bratkartoffeln dazu.

Grüne Bohnen mit Senf-Thymian-Soße (2 bis 3 Portionen)

450 g grüne Bohnen (tiefgekühlt oder frisch)
1 Zwiebel
1 Esslöffel Rapsöl
125 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer
120 ml Hafersahne
100 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Teelöffel Maisstärke
1 bis 2 Esslöffel mittelscharfer Senf (nach Geschmack – wir beide mögen gerne Senf, und entsprechend viel kommt in die Soße)
ein paar Zweige Thymian

Die Zwiebel fein hacken und im Öl glasig dünsten. Die Bohnen (geputzt, gewaschen und geschnitten – oder gefroren) hinzufügen und kurz mitdünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit der Gemüsebrühe aufgießen und kochen, bis die Bohnen gar, aber noch bissfest sind. Das dauert bei frischen Bohnen etwa 15 Minuten, bei tiefgefrorenen (die meist schon blanchiert sind) evtl. entsprechend kürzer – siehe Angabe auf der Packung.

Die Hafersahne und den Sojajoghurt mit einem Schneebesen vorsichtig verrühren, in einem kleinen Topf aufkochen und etwas einkochen lassen. Dabei nur vorsichtig mit dem Löffel rühren. Die Maisstärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und hinzufügen, aufkochen lassen, damit die Soße andickt. Mit Senf, Salz und Pfeffer würzen und die Blättchen vom Thymian zugeben.

Bohnen abtropfen lassen, zur Soße geben und  mischen. Noch etwas durchziehen lassen und dann servieren.

Dazu passen Bratkartoffeln, Kartoffelpüree oder Reis.