Archiv für den Monat Januar 2014

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Passend zur Jahreszeit heute nochmals ein Rezept für Wintergemüse – diesmal sind es Gelbe Bete.

Gelbe Bete? Die kannte ich bis vor ein paar Monaten auch noch nicht. Ich kannte nur die rote Version, bis ich im Herbst bei meinen lokalen Gemüsehändlerinnen auf die gelben Knollen stieß. Zubereiten kann man sie wie ihre roten Verwandten, vom Geschmack her sind sie ebenfalls nicht sehr unterschiedlich.

Für mich liegt der entscheidende Vorteil in der Farbe: Gerade, wenn die Knollen roh geschält werden müssen, sieht es bei Roter Bete in meiner Küche gern mal nach einem Blutbad aus, und an den Fingern hält die rote Farbe auch sehr gut. Hier ist die gelbe Version doch deutlich dankbarer in der Verarbeitung.

Gelbe Bete

So sehen die Gelben Bete im „Urzustand“ aus…

Gelbe Bete_geschält

… und so sehen sie aus, wenn sie geschält sind.

Der süßliche Geschmack der Gelben Bete harmoniert gut mit den ebenso etwas süßlichen Kidneybohnen. Die Schärfe von Chilischoten und Cayennepfeffer bildet dazu einen schönen Kontrast, und der frische Dip ergänzt das Ganze zu einem leckeren Wintergericht.

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen

Scharfe Gelbe-Bete-Pfanne mit Kidneybohnen (2 Portionen)

Dip:
170 g Sojajoghurt (ungesüßt)
1 Esslöffel Tomatenmark
2 Esslöffel Schnittlauch, fein gehackt (frisch oder tiefgekühlt)
1 Teelöffel Balsamico
1/2 Teelöffel Ahornsirup
1/2 Teelöffel süßes Paprikapulver
Salz
Pfeffer

Alle Zutaten gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gelbe-Bete-Pfanne
2 Gelbe Bete (ca. 600 g) – alternativ gehen natürlich auch Rote Bete 🙂
400 g Kartoffeln
1 Dose (240 g) Kidneybohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Chilischote (frisch oder getrocknet) nach Geschmack
2 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Sesam
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer

Kartoffeln und Gelbe Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch  schälen und fein hacken. Chillischote ebenfalls fein hacken. Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

Olivenöl mit der feingehackten Chilischote in einer Pfanne erhitzen und als erstes die Kartoffelwürfel unter häufigem Wenden etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Danach Gelbe Bete und Zwiebel zugeben und etwa 10 bis 15 Minuten mitbraten, dabei den Deckel auf die Pfanne legen. Immer wieder umrühren. Wenn alles weich, aber noch bissfest ist, den Knoblauch zugeben und noch etwas mitbraten. Die abgetropften Kidneybohnen unterrühren, mit erhitzen und alles mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen. Zuletzt den Sesam zufügen und vorsichtig unterheben.

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Brot selbst backen

Kuchen backen, das ist ja noch in Ordnung. Aber Brot? Und dann noch mit Sauerteig? Ist das nicht viel zu aufwendig? Und überhaupt – das kann man doch beim Bäcker kaufen. Oder?

Oder? Wissen wir denn, was im gekauften Brot so enthalten ist? Nicht mal mehr beim „Bäcker um die Ecke“ können wir sicher sein, dass der sein Brot ausschließlich selbst und nur aus Mehl, Wasser und Salz backt – oder ob auch er Fertigmischungen und Teiglinge verwendet, weil der Verbraucher nun mal die immer gleiche Konsistenz und einen einheitlichen Geschmack erwartet. Da backe ich lieber selbst und weiß, was in meinem Brot ist und wo die Zutaten herkommen (ja – auch mein Mehl und Getreide kommt aus der Region!).

Aber es geht um so viel mehr als die Inhaltsstoffe, wenn ich mein Brot und meine Brötchen selbst backe. Es ist jedes Mal wieder spannend zu sehen, wie der Sauerteig reift. Es macht Freude, die Zutaten zu mischen und den Brotteig daraus zu kneten. Sozusagen das Brot zu erschaffen. Wenn es dann im Backofen ist, nochmals hochgeht, und sich der Brotduft langsam in der Wohnung ausbreitet, dann kann ich gut nachvollziehen, dass der Duft von frisch gebackenem Brot im Körper Glückshormone freisetzt. Der Geschmack des selbstgemachten Brots ist unvergleichlich, und gerade selbstgemachte Aufstriche schmecken nochmal so gut auf frischem selbstgebackenem Brot.

Wie beginnt man nun am besten mit dem Brotbacken?

Am einfachsten ist es, du probierst erst einmal mit Hefebroten aus, ob dir das Brotbacken liegt. Ganz schnell geht zum Beispiel das Blitzbrot, das nicht einmal gehen muss, sondern einfach in den kalten Ofen kommt. Gibt es auch bei uns manchmal, wenn das Brot ausgeht, aber partout keine Zeit für ein Sauerteigbrot ist. Auch auf der Seite von Katrin und Daniel gibt es ein einfaches Vollkornbrot, das ich demnächst einmal nachbacken werde. Ansonsten bieten die einschlägigen Rezeptseiten im Internet eine wahre Fundgrube an Brotrezepten, durch die man sich durchbacken kann.

Vielleicht geht es dir dann so wie mir: Es macht dir Spaß, dein Brot selbst zu backen, und das selbstgebackene Brot schmeckt dir so richtig gut. Du bist neugierig und fragst dich, wie man denn nun so ein richtiges Sauerteigbrot backt – und ob das tatsächlich so aufwendig ist, wie man immer von allen Seiten hört?

Meine Meinung: Es ist nicht aufwendig. Es erfordert lediglich etwas mehr Planung und etwas mehr Zeit, da der Sauerteig reifen muss und der Teig insgesamt eine etwas längere Gehzeit hat als ein Hefeteig. Aber das lässt sich gut in einen Tag einplanen. Wenn du das Glück hast, einen absehbaren Feierabend zu haben, dann geht das sogar unter der Woche abends. Bei mir ist meistens der Sonntag (ersatzweise auch mal der Samstag) Brotbacktag. Und es ist auch keine Wissenschaft. Weil man genau diesen Eindruck aber gewinnen könnte, wenn man sich zum ersten Mal mit dem Thema befasst, versuche ich im Folgenden, das Brotbacken mit Sauerteig so einfach und so kurz wie möglich zusammenzufassen.

Was brauchst du (abgesehen von den üblichen Backwerkzeugen) an Hilfsmitteln?

– ein Gärkörbchen (am besten im Internet zu bestellen – manchmal gibt es auch schöne geflochtene Körbchen im Weltladen) oder eine sauerteigbeständige Brotbackform
– eine Glasschüssel für die Sauerteigreifung
– nützlich ist außerdem eine Küchenmaschine zum Kneten (ich habe noch nie Brotteig von Hand geknetet und stelle mir dies ziemlich anstrengend vor)
– eine Blumenspritze oder ähnliches, um beim Backen Wasser(dampf) in den Backofen zu sprühen („schwaden“)

Und dann brauchst du natürlich zuerst mal einen Sauerteig. Den ziehst du dir am besten selbst, denn es gibt nichts schöneres, als Brot aus dem selbstgezogenen Sauerteig zu backen. Die Herstellung ist relativ einfach und muss nur einmal ganz am Anfang durchgeführt werden. Ich habe meinen Sauerteig nach der Anleitung aus dem Sauerteig-Forum gezogen:

Start: etwa 100 g Mehl (Roggen, Dinkel oder Weizen) in einer Glasschüssel mit so viel lauwarmem Wasser mischen, dass die Konsistenz des Teigs ähnlich der eines Pfannkuchen- oder Waffelteigs ist. Den Teig an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel auf einem Holzbrett auf die Heizung.

12 Stunden später: den Teig einmal durchrühren, bis er Blasen wirft, und dann wieder auf der Heizung in Ruhe lassen.

12 Stunden später: nochmals etwa 100 g Mehl und so viel Wasser zugeben, dass der Teig wieder die ursprüngliche Konsistenz hat. Wieder warm stellen…

12 Stunden später: wieder durchrühren.

Das Ganze (durchrühren – Mehl und Wasser zugeben – durchrühren – …) wiederholst du vier bis fünf Tage lang. Irgendwann in dieser Zeit wird der Teig anfangen, „sauer“ zu werden. Teilweise kann der Teig auch blubbern, muss aber nicht. Er kann stellenweise auch deutlich streng riechen, aber auch das ist normal und gehört zur Bildung der Bakterien und Hefen dazu. Sorgen musst du dir erst machen, wenn der Teig eine andere Farbe annimmt, wirklich eklig stinkt oder schimmelt. Dann haben sich die falschen Bakterien bzw. Pilze angesiedelt, und der Teig muss weg.

Nach den vier bis fünf Tagen kannst du aus dem Sauerteigansatz (bzw. einem Teil davon) das erste Brot backen, das allerdings noch etwas Hefe zur Unterstützung braucht, da der Sauerteig noch jung ist und noch nicht ausreichend Triebkraft hat. Das Rezept für das erste Sauerteigrezept findest du ebenfalls im Sauerteig-Forum. Der Rest, den du nicht im Brot verbackst, ist dein Anstellgut für den nächsten Sauerteig. Du bewahrst es in einem Schraubglas im Kühlschrank auf – dort hält es sich ohne weiteres Füttern etwa zehn bis zwölf Tage.

Anstellgut

Darf ich vorstellen? Mein Anstellgut – links aus Roggen-, rechts aus Dinkelmehl.

Aus dem Anstellgut kannst du beim nächsten Backen nach Rezept einen Sauerteig erstellen, indem du die erforderliche Menge mit lauwarmem Wasser mischst, das Mehl hinzufügst und den Sauerteig für 15 bis 18 Stunden reifen lässt. Dies nennt sich Sauerteigführung und kann auf mehrere Arten (ein- oder mehrstufig) erfolgen. Ich führe meinen Sauerteig grundsätzlich einstufig und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht. Vom reifen Sauerteig nimmst du dann vor dem Weiterbacken jeweils wieder etwa zwei Esslöffel ab, füllst es in ein Schraubglas und stellst es in den Kühlschrank – das ist wiederum dein Anstellgut für den nächsten Sauerteig. So wird der Sauerteig von Mal zu Mal stabiler und entwickelt seinen eigenen Charakter. Bei den ersten Backaktionen mit meinem noch jungen Sauerteig habe ich jeweils noch etwas Hefe zum Teig hinzugegeben, die ich dann aber nach und nach weggelassen habe – mittlerweile erledigt mein Sauerteig alles ganz allein 🙂

Damit das Ganze noch etwas anschaulicher wird, habe ich die Entstehung einer Frühlingssonne mal in ein paar Fotos dokumentiert.

Sauerteig_vorher

Sauerteigansatz

Der Sauerteigansatz, bestehend aus 200 g Roggenvollkornmehl, 200 ml lauwarmem Wasser und einem guten Esslöffel Roggen-Anstellgut. Die Mischung darf abgedeckt (damit sie nicht austrocknet) an einem warmen Ort für 15 bis 18 Stunden reifen. Ich setze den Sauerteig meistens am Samstagabend an, dann kann ich ihn am Sonntagmittag verbacken. Sauerteig setzt man übrigens am besten in einer Glasschüssel an, da die Säure Plastikschüsseln schon mal angreifen kann.

Quellstück

Quellstück aus Sonnenblumenkernen, Leinsamen und Haferflocken

Das hier nennt sich „Quellstück“ und bedeutet, dass Körner und/oder Samen in Wasser quellen, vor sie zum Teig gegeben werden. Dies verhindert, dass sie beim Gehen des Teigs diesem zu viel Wasser entziehen und das Brot trocken machen. Hier habe ich jeweils 50 g Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Haferflocken mit 150 ml Wasser vermischt und über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt. Ähnlich funktioniert das „Brühstück“, bei dem die Körner mit heißem Wasser übergossen werden (und dafür nicht so lange stehen müssen).

Sauerteig_nachher

Der fertige Sauerteig nach dem Reifen

So sieht der Sauerteig nach 18 Stunden aus. Da er mit Vollkornmehl angesetzt ist, geht er nicht wirklich beeindruckend auf, aber man erkennt seine Aktivität gut an den Bläschen.

Teig_vorher

Sauerteig und Quellstück mit den restlichen Zutaten

Der Sauerteig und das Quellstück kommen nun zusammen mit den restlichen Zutaten (vor allem Mehl, Wasser und Salz) in die Knetschüssel und werden – am besten mit einer Küchenmaschine – verknetet. Teige, die überwiegend aus Roggenmehl bestehen, müssen nur so lange geknetet werden, bis alles gut vermischt ist. Besteht der Teig überwiegend aus Dinkel- oder Weizenmehl, muss er länger geknetet werden (etwa fünf bis zehn Minuten), damit das Klebereiweiß aktiviert wird.

Teig

Hier handelt es sich um einen Roggenmehlteig, der nicht weiter ausgeknetet werden muss. Das Ergebnis sieht so aus wie auf dem Bild oben: Roggenmehlteige sind klebrig. Der Teig bleibt für 15 Minuten stehen und wird dann auf dem Backbrett mit der Hand geknetet und „rundgewirkt“. Das bedeutet, dass der Teig rundherum immer wieder in die Mitte „eingefaltet“ wird, so dass sich auf der Oberfläche eine Spannung entwickeln kann. (Falls meine Beschreibung nicht ganz verständlich ist, verweise ich gerne nochmals auf das Sauerteig-Forum.)

Gärkörbchen_vorher

Teig im Gärkörbchen vor dem Gehen

Das Ergebnis sieht man auf dem Bild oben: Es bildet sich in der Mitte ein sogenannter „Schluss“, an dem der Teig immer wieder „eingefaltet“ wurde. Der Teig wandert nun mit dem Schluss nach oben in das (gut mit Roggenmehl bemehlte) Gärkörbchen, wird mit Frischhaltefolie abgedeckt und darf an einem warmen Ort etwa zwei Stunden gehen. Zeit, um beispielsweise laufen zu gehen, einen Blogbeitrag zu schreiben oder einfach auf dem Sofa rumzulümmeln ^^

Gärkörbchen_nachher

Zwei Stunden später sieht der Brotteig dann so aus und kann in den Ofen. Wichtig beim Brotbacken ist, dass der Backofen vorgeheizt ist und das Anbacken bei sehr hoher Temperatur erfolgt. Das Backblech, auf das das Brot später kommt, wird mit aufgeheizt, damit das Brot ausreichend Hitze von unten bekommt.

Frühlingssonne1

Wenn der Backofen die erforderliche Temperatur (hier 240 °C) erreicht hat, wird das Brot aus dem Gärkörbchen auf das (heiße) Backblech gestürzt.

Frühlingssonne2

Die Frühlingssonne wird noch in Form einer Sonne eingeschnitten, ansonsten kann das Einschneiden auch in jeder anderen Art und Weise erfolgen. Dann wandert das Brot in den heißen Backofen. Wichtig ist das „Schwaden“, das bedeutet, dass zu Anfang der Backzeit eine hohe Luftfeuchtigkeit im Backofen herrscht. Diese verhindert, dass sich zu früh eine feste Kruste bildet, und sorgt damit dafür, dass das Brot im Backofen noch aufgehen kann. Ich verwende zum Schwaden eine ganz normale Sprühflasche, wie man sie auch für Pflanzen verwendet. Der Wasserdampf wird nach etwa zehn bis 15 Minuten wieder abgelassen, indem man einfach kurz die Backofentür öffnet.

Brot wird im Normalfall bei fallender Temperatur gebacken. Das bedeutet, dass das „Anbacken“ (die ersten zehn bis 20 Minuten) bei hoher Temperatur erfolgt, danach wird die Temperatur zum Fertigbacken gesenkt. Dies und das Aufheizen des Blechs imitieren das Backen im Holzofen, bei dem das Brot auf die heiße Glut kommt und dort bei nachlassender Hitze gebacken wird.

Frühlingssonne_fertig

Die fertig gebackene Frühlingssonne

So sieht das Ergebnis aus. Da es sich um ein Roggenbrot handelt, sollte es noch über Nacht ruhen, bis man es anschneidet.

Frühlingssonne.45

So sieht das Brot am nächsten Tag angeschnitten aus. Ein bisschen flach vielleicht dieses Mal, dafür aber nicht weniger lecker 🙂

Beim Brot halte ich mich – anders als beim Kuchenbacken oder beim Kochen – ans Rezept und verzichte auf großartige Experimente. Ich ersetze allenfalls hier und dort mal weißes Mehl durch Vollkornmehl. Ansonsten gibt es eine solche Auswahl an herrlichen Brotrezepten, dass es sowieso jedes Mal schwer fällt, sich für eines zu entscheiden.

Abgesehen von der Frühlingssonne habe ich noch zwei Lieblingsrezepte, die ich gerne und oft backe, weil sie sehr leicht gelingen und immer wieder lecker sind:

Einfaches Roggenmischbrot: So etwas wie mein Standardrezept. Geht schnell, gelingt immer und schmeckt allen. Ich gebe zum Teig noch eine Mischung aus 60 g Sonnenblumenkernen und 60 g Sesam, geröstet und in 120 ml Wasser über Nacht eingeweicht.

Bauernbrot: Ein leckeres Brot, wenn es mal etwas ohne Körner sein soll.

Es wäre schön, wenn mein Beitrag dir Lust aufs Brotbacken macht! Ich jedenfalls habe kein Brot mehr beim Bäcker gekauft, seit ich mein erstes Sauerteigbrot gebacken habe.

Winterpasta

Pasta geht immer 🙂 Auch, weil man sie so vielseitig variieren kann. Je nach Jahreszeit kann man sie mit fast jedem Gemüse mischen, zum Beispiel jetzt im Winter mit Wirsing. Das Originalrezept dazu stammt von Jamie Oliver, strotzt aber nur so vor Speck und Käse. Hier ist die vegane Version – ich kann nichts dazu sagen, wie sie im Vergleich zum Original schmeckt. Aber ich kann sagen, dass sie sehr lecker schmeckt!

Pasta_Wirsing

Wirsing-Pasta (4 Portionen)

500 Hartweizengries-Nudeln
1 Kopf Wirsing
1 Zehe Knoblauch
2 Zwiebeln
1 Esslöffel Olivenöl
Thymian (frisch oder getrocknet)
1 Esslöffel Gemüsebrühe
1 Esslöffel Mandelmus
1 Esslöffel Hefeflocken
1 Esslöffel scharfer Senf
Salz und Pfeffer
Walnüsse, geröstet und gehackt

Den Wirsing in Streifen schneiden, Knoblauch und Zwiebel würfeln. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch, Zwiebel und Thymianblättchen dazugeben und alles glasig dünsten. Den Wirsing, die Gemüsebrühe und etwas Wasser dazugeben und alles abgedeckt 10 bis 15 Minuten weiterdünsten, bis der Wirsing weich, aber noch bissfest ist. Den Wirsing mit Salz, Pfeffer, Mandelmus, Hefeflocken und Senf abschmecken.

Währenddessen die Pasta nach Anleitung kochen und abgießen. Mit dem Wirsing mischen und nochmals abschmecken. Die Walnüsse unterheben und servieren.

Nach Belieben mit veganem „Parmesan“ aus Hefeflocken, gemahlenen Mandeln und Kräutersalz bestreuen.

Powerkekse

Der Alltag hat mich wieder. Das merkt man schon daran, dass ich weniger zum Bloggen komme. Einmal weil die Zeit fehlt, wenn ich abends aus dem Büro heimkomme und dann noch laufen gehe oder irgendein anderer Termin ansteht. Zum anderen, weil auch das Kochen unter der Woche deutlich einfacher und schneller ausfällt. Nichts, was sich zu bloggen lohnt, sondern eher einfache Gerichte nach dem Motto: Räum das Gemüsefach des Kühlschranks leer, schnipple es klein und packe es wahlweise in die Pfanne oder in den Backofen.

Aber zum Glück nehmen wir uns am Wochenende Zeit. Wir planen, was wir kochen und essen wollen. Wir kaufen unsere Zutaten frisch auf dem Bauernmarkt ein, genießen schon den Einkauf dort und später auch unsere gemeinsamen Mahlzeiten.

Außerdem ist am Wochenende auch Zeit zu backen, sei es Brot, Kuchen oder einfache Kekse bzw. Muffins. Heute habe ich Kekse als Reiseproviant gebacken, da ich nächste Woche zwei Tage auf Dienstreise gehe, unter anderem auf der Messe bin und nicht weiß, wie dort die Verpflegungslage aussieht. Besser also, man sorgt vor! Und weil solche Tage anstrengend sein können, habe ich mich für Kekse mit Hafer und Walnüssen entschieden. Hafer gibt durch seine Zusammensetzung für lange Zeit Energie, die man für lange Arbeitstage gut brauchen kann. Walnüsse sind Nervennahrung und fördern die Konzentration. Das Ganze wird abgerundet durch Kakao, der gute Laune macht – wichtig bei diesem trüben Wetter!

Und das Wichtigste: Die Kekse schmecken einfach lecker und sind damit eine ideale Knabberei für zwischendurch.

Powerkekse

Powerkekse (ca. 30 Stück)

200 g Hafer, grob geschrotet
100 g Dinkelvollkornmehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Esslöffel Kakao
1/2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Vanille (oder nach Geschmack auch mehr)
30 g gehackte Walnüsse
45 g pflanzliche Margarine
40 g Öl (Raps oder Sonnenblume)
50 g Agavendicksaft (oder etwas mehr, wenn man es süßer mag)
100 ml Pflanzenmilch

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gut mischen.

Die Margarine mit dem Öl und dem Agavendicksaft in einem Topf leicht erhitzen, bis sie zerläuft. Zusammen mit der Pflanzenmilch zu den restlichen Zutaten hinzufügen und gut mischen.

Mit zwei Teelöffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit den Händen noch leicht nachformen bzw. verdichten. Bei 200 °C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Ofen 10 bis 12 Minuten backen. Auf dem Blech abkühlen lassen und genießen.

Die Kekse halten sich gut in einer verschlossenen Dose.

Veganes Treffen und neue Kochbücher

Am Dienstag war ich mit einer Bekannten zum Mittagessen verabredet. Wir kannten uns bisher nur um ein paar Ecken und trafen uns praktisch nur zu Silvester, weil unsere Freundeskreise sich überschneiden. Dieses Jahr zu Silvester haben wir uns länger unterhalten, da sie auch viel vegan kocht und generell darauf achtet, was sie isst, welche Kleidung sie kauft etc. Und so entstand die Idee, uns mal zu zweit zu treffen.

Wir trafen uns im nunó. Das Restaurant befindet sich im Textil- und Industriemuseum und wird geführt von den Inhabern des legendären Bräustüble Goldene Gans, des wohl ersten vegetarischen Restaurants in Augsburg. Dieses musste Anfang 2010 (aus Altersgründen des Gebäudes) leider schließen, aber das Konzept des nunó übernahm die Prinzipien der frischen, saisonalen Küche mit vielen vegetarischen und veganen Gerichten.

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Das nunó von außen.

Die Karte wechselt wöchentlich, die einzelnen Gerichte sind in der Karte im Restaurant (anders als im Internet) als vegetarisch bzw. vegan gekennzeichnet. Ich entschied mich für das Orangen-Minz-Curry, meine Bekannte bestellte die Falafel mit Zitronen-Couscous, jeweils mit der mediterranen Kohlsuppe voraus. Die Suppe kam sehr schnell und schmeckte sehr lecker – erinnerte von der Würze her leicht an Gulaschsuppe. Schneller, als wir die Suppe auslöffeln konnten, bekamen wir dann schon unsere Hauptgerichte. Hier kann ich die Bilder sprechen lassen – es schmeckte genauso lecker, wie es aussieht.

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Orangen-Minz-Curry

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Falafel mit Zitronen-Couscous

Es war schön, sich mal im realen Leben übers vegane und bewusste Essen austauschen zu können. Meine Bekannte kocht – wie gesagt – sehr viel vegan. Wenn sie Tierprodukte kauft, dann nur auf einem alternativen Bauernhof, wo sie sich auch immer wieder selbst anschaut, wie die Tiere leben. Sie tut das aus der Überzeugung heraus, dass diese Art Landwirtschaft (Tiere draußen mit viel Platz, Futter wird selbst angebaut, Küken schlüpfen am Hof und werden nicht vom Züchter gekauft etc.) die Landwirtschaft der Zukunft sein muss, und weil sie das unterstützen möchte. Auch bei Kleidung achtet sie darauf, nichts aus Leder oder Wolle, dafür aber ökologisch und fair hergestellte Ware zu kaufen.

Letztendlich verfolgen wir beide das gleiche Ziel – einen bewussteren Konsum -, gehen dabei aber unterschiedliche Wege.

Zum Abschluss hab ich mir dann von ihr noch ein paar Kochbücher ausgeliehen – neue Anregungen in der Küche tun ja immer gut.

Kochbücher

Neue Ideen und Anregungen

Wir hatten uns viel zu erzählen, haben damit den ganzen Nachmittag verquatscht und werden das mit Sicherheit demnächst wiederholen. Und ich freu mich schon darauf!

Flammkuchen

Mein erstes Flammkuchenrezept entstand im Sommer 2012 zu meinem Geburtstag. Ich hatte meine Familie eingeladen, und es war so heiß, dass ich am liebsten nur eine große Schüssel Salat serviert hätte. Um irgendetwas dazu anzubieten, kam ich schließlich auf Flammkuchen – damals noch in der vegetarischen Variante mit Quark, Frischkäse und Feta.

Das vegane Rezept verwendet stattdessen Sojajoghurt und gebratenen Räuchertofu.

Grundrezept: Flammkuchen (3 bis 4 Portionen)

Teig:

350 g Mehl (ich nehme ca. 1/3 Vollkornmehl)
1,5 Teelöffel Salz
15 g Frischhefe
200 ml Wasser

Alle Zutaten gut verkneten; sollte der Teig zu sehr kleben, noch etwas Mehl hinzufügen. 1 bis 2 Stunden gehen lassen.

Belag:

500 g Sojajoghurt natur
2 Esslöffel Hefeflocken
Salz
Pfeffer
Paprika edelsüß
Dill
Kräuter der Provence

Sojajoghurt über Nacht gut abtropfen lassen (z. B. in einem mit einem Papier-Teefilter ausgelegten Sieb). Den abgetropften Sojajoghurt mit den Gewürzen mischen und abschmecken.

Für den weiteren Belag könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen. Lecker schmecken zum Beispiel (jeweils in verschiedenen Kombinationen):

– Räuchertofu (mit etwas Öl in der Pfanne knusprig gebraten)
– frischer Blattspinat (etwa zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren, bis er etwas zusammenfällt)
– Kirschtomaten, in Scheiben geschnitten
– Lauch oder Lauchzwiebeln
– Spitzpaprika
– Peperoni oder Chili

Den Backofen mit dem Backblech auf 250 °C vorheizen (wichtig – nur so wird der Flammkuchen richtig knusprig!) . Den Teig in zwei Teile teilen und dünn ausrollen. Das geht am besten, indem man den Teig zunächst auf etwa 15 x 15 cm auf der Arbeitsplatte ausrollt, ihn dann auf das Backpapier umlagert und ihn weiter ausrollt, bis er in etwa das Format des Backblechs (oder auch etwas weniger) hat.

Mit Joghurtmasse bestreichen und belegen. Wenn der Backofen die Temperatur erreicht hat, Backblech aus dem Ofen nehmen (Vorsicht! Heiß!) und den Flammkuchen samt Backpapier drauflegen (geht am besten zu zweit).

Etwa 10 Minuten backen und frisch aus dem Ofen genießen.

Dazu passt am besten ein Blattsalat oder ein bunter gemischter Salat – und ein schönes Glas Wein 🙂

Wir hatten heute neben unserem „klassischen“ Flammkuchen mit Spitzpaprika und Kirschtomaten auch ein Blech mit frischem Spinat – inspiriert von unserem Besuch im Max Pettchen letztes Wochenende.

Flammkuchen_paprika Flammkuchen_spinat

Mohnmuffins

Wir beide mögen Mohn sehr gerne. Daher darf er gern in jeder Art von Kuchen oder ähnlichem enthalten sein. Und Muffins sind toll, weil schnell gemacht und schön portionsweise einzufrieren – so hat man immer etwas vorrätig bei plötzlich auftretendem Kuchenhunger. Was liegt also näher, als ein Mohnkuchenrezept zu Muffins abzuwandeln? 

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Zutaten für 12 Muffins:

Teig
150 ml Pflanzenmilch
50 ml neutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
1 Esslöffel Zitronensaft
150 g Mehl
25 g gemahlene Mandeln
1 Esslöffel Speisestärke
50 g brauner Zucker
1/2 Teelöffel Vanillepulver
1/2 Teelöffel Natron
1,5 Teelöffel Backpulver

Mohnmasse
90 g Mohn
200 ml Pflanzenmilch
35 g Margarine
50 g Zucker
30 g Speisestärke
40 g gemahlene Mandeln
1 – 2 Esslöffel Grieß (oder Spätzlemehl)

Puderzucker zum Bestäuben

Den Mohn mahlen.

Für die Mohnmasse die Pflanzenmilch mit der Margarine aufkochen, dann Zucker und Speisestärke mit einem Schneebesen einführen und das Ganze nochmals aufkochen. Die restlichen Zutaten für zugeben und alles gut verrühren.

Den Backofen auf 190 °C vorheizen.

Für den Teig Pflanzenmilch, Öl und Zitronensaft gut verrühren und beiseite stellen. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel mischen, Pflanzenmilch-Öl-Mischung unterrühren.

In die Muffinförmchen zuerst jeweils einen Esslöffel Teig füllen, dann einen knappen Esslöffel Mohnmasse daraufgeben.

Etwa 25 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Mit Puderzucker bestäuben und genießen 🙂