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Marmorkekse mit Cashewnüssen

Neulich brauchte ich auf die Schnelle ein kleines Mitbringsel. Das Ganze war so knapp, dass mir keine Zeit mehr zum Einkaufen blieb und ich das verwenden musste, was im Haus war. Zum Glück ist da bei den Backzutaten schon eine schöne Grundausstattung vorhanden.

Eine schnelle Suche nach Keksrezepten führte mich (wie so oft) zu Veganpassion, genauer gesagt zu den marmorierten Chocolate Chip Cookies. Schokoladentropfen waren leider gerade nicht im Haus, dafür hatte ich Cashewnüsse und Raspelschokolade. So entstand meine Version der Marmorkekse – die letztendlich auch ein schönes Mitbringsel waren und gut ankamen.

Marmorkekse

 

Marmorkekse mit Cashewnüssen (ca. 12 bis 15 Stück)

220 g Mehl
75 g Zucker
1 Prise Salz
100 g pflanzliche Margarine
2 Teelöffel Orangenschale
3 bis 4 Esslöffel Pflanzenmilch
35 g Cashewnüsse, grob gehackt
1 Teelöffel Zitronensaft
1 bis 2 Esslöffel Kakaopulver
1 Esslöffel Schokoraspel zartbitter

Mehl, Zucker, Salz und 1 Teelöffel Orangenschale in einer Schüssel mischen. Margarine in Stücken und 2 bis 3 Esslöffel Pflanzenmilch hinzufügen. Das Ganze zu einem geschmeidigen Teig verkneten und den Teig in zwei gleich große Hälften teilen.

Zu der ersten Hälfte die Cashewnüsse sowie den Zitronensaft geben und alles verkneten.

Die zweite Hälfte mit Kakaopulver, Schokoraspeln, der restlichen Pflanzenmilch sowie der restlichen Orangenschale verkneten.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Aus den beiden Teighälften jeweils eine Rolle formen und die beiden Rollen nebeneinander legen. Durch Ineinanderdrücken bzw. Übereinanderziehen die beiden Rollen etwas miteinander verkneten, so dass eine Art Marmorierung entsteht. Das Ganze wieder zu einer Rolle formen und mit einem scharfen Messer knapp 1 cm dicke Kekse abschneiden. Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck legen und im vorgeheizten Backofen etwa 15 bis 20 Minuten goldbraun backen.

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Zitronen-Spritzgebäck zum Kaffee

Mögt ihr auch so gern etwas Süßes zum Kaffee? Ich spreche jetzt nicht von einem Stück Kuchen oder Torte, sondern von der Tasse Kaffee zwischendurch, zu der am besten ein Stück Schokolade oder eben ein kleiner Keks passt. Nur ganz klein, nicht zu viel. Im Café bekommt man ja häufig Amarettini (nicht vegan) oder Karamellkekse (vegan) dazu. Letztens waren selbstgebackene kleine Spritzgebäck-Kekse dabei. Ich fand das eine tolle Idee (auch wenn ich leider verpasst habe zu fragen, ob die jetzt vegan sind). Jedenfalls brachte mich das auf die Idee, so etwas für zu Hause nachzubacken.

Ich habe dafür ein Spritzgebäckrezept für Weihnachtsplätzchen zweckentfremdet. Einfach etwas mehr Zitrone und weniger Vanille dazu, und schon schmeckt das Ganze nicht mehr weihnachtlich, sondern schön sommerlich-frisch.

Und so gibt es bei mir zu Hause zur Tasse Kaffee nun für jeden ein kleines Zitronen-Kekschen 🙂

Zitronen-Spritzgebäck

Zitronen-Spritzgebäck (ca. 50 kleine Kekse)

100 g pflanzliche Margarine
25 g Erdnussmus fein
60 g Rohrzucker
1 Messerspitze gemahlene Vanille
3 Teelöffel Zitronenschale
175 g Mehl
1 Teelöffel Backpulver
30 – 50 ml Pflanzenmilch

Margarine, Erdnussmus, Zucker und Vanille schaumig rühren. Mehl, Backpulver, Zitronenschale und Pflanzenmilch zugeben und unterrühren, bis ein geschmeidiger, aber nicht zu weicher Teig entsteht. Je fester der Teig ist, desto weniger zerlaufen die Kekse beim Backen; desto schwerer ist es aber auch, den Teig durch den Spritzbeutel zu bekommen.

Backofen auf 170 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

Mit einem Spritzbeutel (Sterntülle) kleine Tupfen aufs Blech spritzen und im vorgeheizten Backofen 15 bis 20 Minuten backen.

Auskühlen lassen und gut verschlossen in einer Dose aufbewahren.

Remember Chile…

Während meines Studiums habe ich ein Urlaubssemester in Chile verbracht und dort in einem Sozialprojekt gearbeitet. Das war ziemlich zu Anfang meiner vegetarischen Zeit, und es war dort nicht immer ganz einfach, vegetarisches Essen zu bekommen. Ich erinnere mich noch, wie ich beim Imbiss gefragt wurde, ob ich das vegetarische Gericht mit Thunfisch oder mit Hühnchen haben möchte 😉 Da ich aber meistens für mich selbst kochte, war es letztendlich kein großes Problem, auch dort vegetarisch zu essen.

Ich hatte damals mit mir selbst abgemacht, dass ich zumindest die typischen Gerichte dort probieren würde, auch wenn diese mit Fleisch zubereitet waren. So kam ich in den Genuss von Completos, Cazuela und Pastel de choclo. Hierbei handelt es sich um einen Auflauf aus Hackfleisch, manchmal zusätzlich Hähnchenfleisch und Maisbrei, für den – so scheint es – jede Familie ihr eigenes Rezept hat.

Mein Aufenthalt in Chile ist nun genau zehn Jahre her, daher denke ich gerade öfter an diese Zeit zurück. Und als Genießerin, die ich nun mal bin, natürlich auch an das Essen, das ich dort hatte. Warum bin ich eigentlich nicht früher auf die Idee gekommen, ein paar chilenische Gerichte nachzukochen? Höchste Zeit für ein Remember-Chile-Abendessen!

Für die vegane Version des Pastel de choclo habe ich den Pino (die Hackfleischmasse) mit Sojaschnetzeln hergestellt. Anstelle des Hähnchenfleischs kommen gebratene Austernpilze in den Auflauf, und die Eier habe ich durch gekochte Kartoffeln ersetzt. In der Originalversion kommen neben den Oliven auch Rosinen an die Hackfleischmasse – diese habe ich weggelassen, weil wir beide nicht wirklich Rosinen in deftigen Gerichten mögen. Wer es aber mag, bitte gern verwenden, dann ist es noch näher am Original.

Als Nachtisch habe ich Alfajores gebacken – mit selbstgemachtem Manjar (die chilenische Bezeichnung für Dulce de leche – Milchkaramell). Alfajores sind typische südamerikanische Kekse, und Chile streitet sich hier (wie so oft) mit Argentinien darum, wo es die besten gibt. Beim Teig habe ich anstelle der Eier Sojamehl verwendet, und beim Manjar kann man beim verbreiteten Rezept (1 Liter Milch auf 250 g Zucker) die Kuhmilch 1 : 1 durch Sojamilch ersetzen. Ob andere Pflanzenmilch auch geht, weiß ich nicht, werde ich aber bei Gelegenheit testen.

Insgesamt kann ich nach zehn Jahren natürlich nicht mehr sagen, wie nah die Gerichte am Original sind. Aber sie schmeckten sehr gut und machen Lust auf mehr 🙂 Wer weiß, vielleicht gibts demnächst hier ein Rezept für Empanadas…

Pastel de choclo - ganz vegan!

Pastel de choclo – ganz vegan!

Pastel de choclo (2 bis 3 Portionen)

Pino („Hackfleisch“masse)
100 g Sojaschnetzel fein
400 ml Gemüsebrühe
1 Esslöffel Olivenöl
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1/2 getrocknete Chilischote (alternativ Chilipulver)
50 g Oliven
(nach Wunsch 50 g eingeweichte Rosinen)
1 Teelöffel Kreuzkümmel
2 Esslöffel Sojamilch
Salz
Pfeffer

Die Sojaschnetzel mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen und 15 Minuten stehen lassen. Währenddessen die Zwiebeln, den Knoblauch und die Chilischote fein hacken, die Oliven in Scheiben oder Stückchen schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen, Chili dazugeben, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten. Die abgetropften Sojaschnetzel dazugeben und mitbraten. Oliven, Gewürze und Sojamilch hinzufügen (wer möchte, kann noch Rosinen dazugeben) und etwas weiterköcheln lassen, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.

Die Masse in eine gefettete Auflaufform füllen und etwas festdrücken. Bei 120 °C im Backofen warm halten.

dazwischen
4 mittelgroße gekochte Kartoffeln
250 g Austernpilze
1 Esslöffel Olivenöl
Salz
Pfeffer

Kartoffeln in Scheiben oder Würfel schneiden und auf der Sojaschnetzelmasse verteilen.

Austernpilze in mundgerechte Stücke schneiden, in Olivenöl  gut anbraten. Salzen, pfeffern und auf die Kartoffeln geben.

Maisbrei
300 g Mais (tiefgekühlt oder aus dem Glas/Dose)
100 ml Sojamilch
1 TL Salz
1 Esslöffel Olivenöl
1 Esslöffel Basilikum

1 Teelöffel Rohrohrzucker

(Aufgetauten) Mais, Sojamilch und Salz im Mixer pürieren. Mit dem Olivenöl in einem Topf braten, bis das Ganze eine deutlich dickere Konsistenz annimmt. Ständig rühren, die Masse brennt leicht an!

Basilikum unterrühren und Maisbrei auf dem Auflauf verteilen. Zucker darüberstreuen.

Im Backofen bei 200 °C etwa 20 Minuten überbacken, danach auf 220 °C hochschalten und nochmals 5 bis 10 Minuten backen, bis die Maismasse eine schöne Kruste hat.

Vor dem Servieren 5 bis 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit der Auflauf etwas abkühlt und fester wird.

Manjar (Dulce de leche)

500 ml Sojamilch
125 g Rohrohrzucker
1 Teelöffel gemahlene Vanille

Alle Zutaten in einen Topf geben, gut verrühren, aufkochen lassen und dann so lange bei mittlerer bis kleiner Hitze vor sich hinköcheln lassen, bis die Masse etwa die Konsistenz von Pudding hat – das dauert in etwa eine Stunde. Während der ganzen Zeit immer wieder umrühren und die Hitze langsam reduzieren, je weniger und dicker die Masse wird. Die fertige Masse vom Herd nehmen und in ein Glas füllen. Abkühlen lassen – sie wird dann nochmals fester.

Die Hälfte dieser Menge reicht für die unten beschriebene Menge Alfajores. Wer es also nur dafür braucht, halbiert einfach die Mengen (oder verdoppelt die Anzahl der Kekse ^^). Ansonsten lässt sich der „Rest“ wunderbar als Brotaufstrich, Kuchenfüllung oder für alle möglichen süßen Speisen (Milchreis etc.) verwenden. Am besten in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

alfajores

Alfajores ❤

Alfajores (ca. 12 Stück)

60 g pflanzliche Margarine
50 g Zucker
1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
1 Esslöffel Sojamehl, angerührt mit 2 Esslöffeln Wasser
85 g Mehl
60 g Maisstärke
1/2 Teelöffel Backpulver
nach Wunsch Kokosraspel oder Zartbitterglasur

Margarine mit Zucker, Vanille und dem angerührten Sojamehl schaumig schlagen. Die trockenen Zutaten nach und nach hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten. Der Teig ist eher bröselig – eventuell noch etwas mehr Margarine zugeben. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Teig auf etwa 1/2 cm Dicke ausrollen und Kreise ausstechen (zum Beispiel mit einer Plätzchenform oder einem Glas  – ich habe ein Sektglas verwendet). Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und etwa 10 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, dann jeweils ein Plätzchen mit Manjar bestreichen und ein zweites darauf setzen. Eventuell auch die Außenseite mit etwas Manjar bestreichen und in Kokosraspeln wälzen; alternativ die komplett ausgekühlten und gefüllten Alfajores mit Zartbitterglasur überziehen.

Powerkekse

Der Alltag hat mich wieder. Das merkt man schon daran, dass ich weniger zum Bloggen komme. Einmal weil die Zeit fehlt, wenn ich abends aus dem Büro heimkomme und dann noch laufen gehe oder irgendein anderer Termin ansteht. Zum anderen, weil auch das Kochen unter der Woche deutlich einfacher und schneller ausfällt. Nichts, was sich zu bloggen lohnt, sondern eher einfache Gerichte nach dem Motto: Räum das Gemüsefach des Kühlschranks leer, schnipple es klein und packe es wahlweise in die Pfanne oder in den Backofen.

Aber zum Glück nehmen wir uns am Wochenende Zeit. Wir planen, was wir kochen und essen wollen. Wir kaufen unsere Zutaten frisch auf dem Bauernmarkt ein, genießen schon den Einkauf dort und später auch unsere gemeinsamen Mahlzeiten.

Außerdem ist am Wochenende auch Zeit zu backen, sei es Brot, Kuchen oder einfache Kekse bzw. Muffins. Heute habe ich Kekse als Reiseproviant gebacken, da ich nächste Woche zwei Tage auf Dienstreise gehe, unter anderem auf der Messe bin und nicht weiß, wie dort die Verpflegungslage aussieht. Besser also, man sorgt vor! Und weil solche Tage anstrengend sein können, habe ich mich für Kekse mit Hafer und Walnüssen entschieden. Hafer gibt durch seine Zusammensetzung für lange Zeit Energie, die man für lange Arbeitstage gut brauchen kann. Walnüsse sind Nervennahrung und fördern die Konzentration. Das Ganze wird abgerundet durch Kakao, der gute Laune macht – wichtig bei diesem trüben Wetter!

Und das Wichtigste: Die Kekse schmecken einfach lecker und sind damit eine ideale Knabberei für zwischendurch.

Powerkekse

Powerkekse (ca. 30 Stück)

200 g Hafer, grob geschrotet
100 g Dinkelvollkornmehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Esslöffel Kakao
1/2 Teelöffel Zimt
1 Messerspitze gemahlene Vanille (oder nach Geschmack auch mehr)
30 g gehackte Walnüsse
45 g pflanzliche Margarine
40 g Öl (Raps oder Sonnenblume)
50 g Agavendicksaft (oder etwas mehr, wenn man es süßer mag)
100 ml Pflanzenmilch

Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gut mischen.

Die Margarine mit dem Öl und dem Agavendicksaft in einem Topf leicht erhitzen, bis sie zerläuft. Zusammen mit der Pflanzenmilch zu den restlichen Zutaten hinzufügen und gut mischen.

Mit zwei Teelöffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit den Händen noch leicht nachformen bzw. verdichten. Bei 200 °C Ober- und Unterhitze im vorgeheizten Ofen 10 bis 12 Minuten backen. Auf dem Blech abkühlen lassen und genießen.

Die Kekse halten sich gut in einer verschlossenen Dose.